Elektroautobesitzer auf Ausfahrt durch die Region – „Werbung für die Sache machen“

Eine Ausfahrt von Elektroautos endet am Samstag in Schwäbisch Hall. Zahlreiche Interessierte lassen sich von überzeugten E-Mobilisten informieren.

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„Da ist ja gar nichts drin“: Ralf Peschutter (im karierten Hemd) erklärt die Funktionsweise seines E-Autos.  Foto: 

Manch ein Besucher des Kocherquartiers hat am späten Samstagnachmittag große Augen gemacht. Unvermittelt fährt gegen 17 Uhr eine Autokolonne auf den Dietrich-Bonhoeffer-Platz – und das fast völlig lautlos. Die Fahrzeuge stellen sich auf und flugs stehen Schaulustige um sie herum. Einige Fahrer steigen aus und hängen ihre Autos an die Steckdose.

Das ist auch die Erklärung für das völlige Fehlen von Abgasen oder lauten Motorgeräuschen: In Schwäbisch Hall ist die Endstation einer privat organisierten rund 100 Kilometer langen Tour von Elektroautobesitzern aus ganz Baden-Württemberg durch die Region. Rund 15 Fahrzeuge sind dabei, die meisten vom Marktführer Tesla. Aber es sind auch E-Mobile von Mercedes, Nissan und Renault auf dem Platz zu sehen.

Kaum ausgestiegen, werden die Fahrer auch schon von den Zuschauern gelöchert. „Was war denn die weiteste Strecke, die sie mit dem Wagen gefahren sind?“, will ein junger Mann von Ralf Peschutter wissen. „Bis nach Schweden sind wir schon damit gefahren“, antwortet der Niedernhaller, der die Ausfahrt organisiert hat. Währenddessen steigt gerade Ronnie Röhrle aus Neuenstein mit seinen beiden Söhnen Ryan (7) und Aaron (9) aus einem Tesla. „Die Jungs wollten unbedingt eine Testfahrt machen. Das war schon beeindruckend“, meint Röhrle. Noch begeisterter sind seine Jungs: „Papa soll so ein Auto kaufen.“ Wenn die nicht so teuer wären, wirft ein Zuschauer ein. „In den nächsten Jahren wird da auch preislich noch viel passieren“, gibt sich Peschutter überzeugt.

Stefana Vogelbacher aus Hall kommt mit ihrer Tochter Rabea, 14, vorbei. Die beiden bleiben stehen und bewundern die Autos. „Ich finde so was super“, sagt Vogelbacher. „Zuhause haben wir auch einen Elektroroller.“ Sie zückt ihr Handy und ruft ihren Mann Martin an. Der ist kurz drauf mit Sohn Milan, 13, zur Stelle. Vater, Sohn und Tochter steigen umgehend in eine E-Limousine und verschwinden auf einer Testfahrt.

Gottfried Gronbach von Öko-Projekte Gronbach aus Wolpertshausen, ebenfalls E-Autofahrer, steht an seinem Wagen. „Das Interesse an dem Thema, das wir spüren, freut mich wirklich“, sagt er. Das geht auch Organisator Peschutter so: „Wir machen hier ja auch nicht Werbung für eine Marke, sondern für die Sache.“

Rund eine Stunde stehen die Autos auf dem Platz, zahlreiche Testfahrten werden unternommen. Dann verschwinden sie wieder – lautlos, wie sie gekommen sind.

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