Einweihung des Michelfelder Feuerwehrmagazins und Großeinsatz wegen Unwetter

Die Einweihung des neuen Feuerwehrmagazins war am Freitag vorbei, da folgte ein Unwetter. Die Michelfelder Mannschaft rückte mehrfach aus. <i>Mit Bildergalerie.</i>

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  • Beim Tag der offenen Tür am neuen Michelfelder Feuerwehrmagazin demonstrieren Feuerwehrmannschaften aus Waldenburg (Bild) und Schwäbisch Hall hautnah ihre Arbeit. ? Weitere Bilder auf www.hallertagblatt.de 1/3
    Beim Tag der offenen Tür am neuen Michelfelder Feuerwehrmagazin demonstrieren Feuerwehrmannschaften aus Waldenburg (Bild) und Schwäbisch Hall hautnah ihre Arbeit. ? Weitere Bilder auf www.hallertagblatt.de Foto: 
  • „An Tagen wie diesen“ – die Besucher beim Festakt schaffen Atmosphäre. 2/3
    „An Tagen wie diesen“ – die Besucher beim Festakt schaffen Atmosphäre. Foto: 
  • Parallel werden die Buchstaben am Freitagabend an der Bühne und vor dem neuem Domizil enthüllt. 3/3
    Parallel werden die Buchstaben am Freitagabend an der Bühne und vor dem neuem Domizil enthüllt. Foto: 
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Klein sind die Augen von Kommandant Christoph Knirsch am Samstagnachmittag. Das liegt nicht am Einweihungsfest des neuen Magazins, in das seine Michelfelder Mannschaft vor kurzem eingezogen ist, am Vorabend – denn das war zeitig beendet. Ein Unwetter hatte der Feuerwehr wegen des Starkregens über ein Dutzend Einsätze beschwert. „Es war eine harte Nacht“, gibt Knirsch zu. Die Ortsmitte stand unter Wasser, Autos konnten die Bundesstraße 14 nicht mehr passieren, zahlreiche Keller und eine Tiefgarage waren vollgelaufen, was – zum Festwochenende hinzu – einen Großeinsatz forderte.

Jetzt beobachtet der Kommandant zusammen mit vielen Besuchern die Schauübung seiner Waldenburger Kameraden, die im Rahmen des Tags der offenen Tür hautnah zeigen, wie sie eine Person aus einem völlig demolierten Auto schneiden. Aber auch diese Übung muss ein schnelles Ende finden, weil düstere Wolken wieder für viel Regen sorgen.

Am Freitagabend – beim Einweihungsfest mit vielen geladenen Gästen – wurde noch mehrfach auf der Bühne betont, wie wichtig das neue Domizil an der B 14 für die Michelfelder Mannschaft, ihre Einsatzbereitschaft, Geräte und Ausbildung ist. Dass sich dies so schnell beweisen würde, wusste zu diesem Zeitpunkt niemand.

Bürgermeister Wolfgang Binnig bezeichnete das 2,5-Millionen-Euro-Magazin, das nun nach 14 Monaten Bauzeit eingeweiht wurde, als „herausragendes Infrastrukturprojekt“. In der 177-jährigen Geschichte der Michelfelder Wehr sei dies die größte Investition gewesen. Für die Zukunft der derzeit 120-köpfigen Mannschaft sei dies unabdingbar gewesen. Einziger Wehrmutstropfen: „Die Fördermittel waren spärlich für eine Pflichtaufgabe der Kommune“, meinte er. Rund 475.000 Euro betrug der Landeszuschuss.

In einer kurzen Talkrunde erklärte Martin Ritz, zuständiger Architekt beim für die Planung beauftragten Stuttgarter Büro Glück und Partner, dass das Gebäude am Ortseingang zusammen mit den Vorgaben schon eine Herausforderung gewesen sei. „Unter dem Rathaus war es mehr als eine Zumutung“, sagte Kommandant Knirsch. Jetzt könnten auch Ausbildungen und Übungen gestaltet werden. „Es ist ein Gebäude, das dem Ehrenamt Feuerwehr entspricht“, meinte er. Kreisbrandmeister Jürgen Mors stimmte zu, dass Feuerwehr Raum für Fahrzeuge, Geräte und Mannschaft brauche.

Helmut Wurst, selbst 16 Jahre an der Michelfelder Wehrspitze und heute Ehrenkommandant, ging auf die Geschichte seit der ersten Spritze 1850 ein. Pfarrerin Friederike Wagner zeigte sich besonders von der Kameradschaft beeindruckt, der körperlichen und seelischen Belastung, die Feuerwehrleute bei Einsätzen ertragen müssten. „Wir sind jetzt besser integriert“, freute sich Jugendwart Thomas Grün. Es werde laut Binnig auch geprüft, ob die Warteliste zur Mitgliedschaft in der Nachwuchsabteilung nun abgebaut werden könne. Am Ende wurde noch mit Moni Butz und Band gemeinsam gesungen: „Tage wie diese.“

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