Einkaufsmöglichkeiten sind vorhanden - Hofläden ergänzen Angebot

Lebensmittelgeschäfte, auch einen Bioladen, hat der Hauptort Michelbach zu bieten. Für Ausgefalleneres müssen die Bürger nach Hall fahren. Bank und Arzt gibt es vor Ort, eine Apotheke aber nicht mehr.

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Im Spar-Markt von Uwe Ferdinand können die Michelbacher ihren Bedarf an Lebensmitteln decken. "Ich denke, die Leute wissen, dass sie den am Leben erhalten müssen. Ich habe das Gefühl, dass ein Umdenken eingesetzt hat. Die Leute zahlen zwar ein paar Cent mehr, sparen sich aber den Weg nach Hall", meint Michelbachs Bürgermeister Werner Dörr. "Wenn der Ferdinand zumacht, werden wir sicher keinen Supermarkt mehr nach Michelbach bekommen", befürchtet er.

Im Sparmarkt gibt es auch Schreibwaren und eine Postannahmestelle. Uwe Ferdinand bietet seinen Kunden einen Lieferservice an. "Die älteren Leute vom Seniorenheim nutzen das gern. Manchmal kaufen sie selber ein und ich fahr ihnen dann nur die Tasche heim, wenn sie ihnen zu schwer zum Tragen ist oder ich fahr die Leute zurück, das mach ich schon", berichtet er. Kurz nachdem er seinen Laden in Gschlachtenbretzingen geschlossen hat, hatte er noch einige Stammkunden dort, die er beliefert hat. "Die sind aber inzwischen gestorben", sagt er.

Außerdem hat Michelbach noch einen Bäcker, einen Metzger und einen Hofladen. Da ist Vegetarierin Beate Braun Stammkundin: "Der ist fast täglich geöffnet, hat frisches Obst und Gemüse in Bioqualität, außerdem Käse aus Geifertshofen, selbstgebackenes Brot und ein großes Sortiment an Biolebensmitteln. Total klasse", freut sie sich. Sie hat beobachtet, dass auch Kunden aus Westheim und Hall zum Einkaufen dorthin kommen.

In Gschlachtenbretzingen hat der letzte Lebensmittelladen schon vor langer Zeit geschlossen. Eine Zeit lang hatte ihn noch Uwe Ferdinand geführt. Außerdem hat der Michelbacher Teilort den Hofladen Burkart zu bieten, wo es Eier, selbergemachte Nudeln, Äpfel und anderes Obst und Gemüse nach Saison gibt. Als Besonderheit bietet der Laden hausgemachte Pralinen und andere Köstlichkeiten aus Schokolade an.

Ihren Bankgeschäften können die Michelbacher vor Ort nachgehen. Die VR-Bank hat im Hauptort eine Filiale, Kunden der Sparkasse müssen mit einem Geldautomaten vorliebnehmen. Eine Apotheke hat die Gemeinde nicht mehr. "Aber das ist kein großes Manko", meint der Bürgermeister. Die Apotheken hätten jetzt alle einen Lieferservice, das funktioniere sehr gut.

Und wie ist es mit der Busanbindung nach Schwäbisch Hall? "Ich finde die Verbindung nach Michelbach und Hall sehr gut", meint Ines Schabelski-Simperl aus Gschlachtenbretzingen. "Vor ein paar Jahren mussten wir aber dafür kämpfen, dass jeder Bus nach Gschlachtenbretzingen hineinfährt", erinnert sie sich. Sie findet es schade, dass es keinen Lebensmittelladen mehr am Ort gibt. "Früher konnten hier die Kinder im Spar-Laden einkaufen gehen, das geht heute nicht mehr", bedauert sie. Schon seit langem fährt sie einmal die Woche zum Großeinkauf ins Gründle.

An Ärzten hat Michelbach eine allgemeinärztliche Praxis und einen Tierarzt zu bieten. Ein Arzt, der bislang in Gschlachtenbretzingen praktizierte, ist nach Hessental umgezogen.

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