Eine Million Euro für sauberes Wasser

Die Gemeinde Wolpertshausen hat Landesmittel in Höhe von beantragten 1,057 Millionen Euro für die Erweiterung der Sammelkläranlage Cröffelbach erhalten. Starten sollen die Arbeiten noch in diesem Jahr.

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Das Bild zeigt die Kläranlage in ihrem jetzigen Zustand.  Foto: 

Erst ist die Pressemitteilung des Regierungspräsidiums am Donnerstag beim Haller Tagblatt eingegangen. Einen Tag später hatte auch Wolpertshausens Bürgermeister Jürgen Silberzahn den Förderbescheid in der Hand. Die Gemeinde erhält exakt 1.057.300 Euro für die Erweiterung der Sammelkläranlage Cröffelbach. "Diesen Betrag haben wir erwartet und auch im vergangenen Herbst beantragt", sagt Silberzahn auf Nachfrage. Er freue sich, dass es geklappt hat. Trotzdem stellt er klar, dass sich der Zuschuss auf die Erweiterung der Anlage beschränkt. "Der alte Teil muss noch saniert werden", sagt er. Dies müsse die Gemeinde Wolpertshausen mit eigenen finanziellen Mitteln stemmen.

Arbeiten sollen im Oktober starten

Insgesamt steckt Wolpertshausen rund 2,34 Millionen Euro in die Erweiterung und Sanierung. Mit 1,9 Millionen Euro wird die Erweiterung zu Buche schlagen. Der Förderbetrag entspricht den dafür erwarteten 65 Prozent der Investitionssumme. Etwa 440.000 Euro wird die Sanierung des alten Teils der Anlage kosten, diese Summe übernimmt die Gemeinde.

Für den Haushalt 2015 hat die Gemeinde schon 1,5 Millionen Euro eingestellt. "Finanzieren werden wir das durch den Zuschuss und zinsgünstige Kredite", sagt Silberzahn. Laut Förderbescheid solle es mit den Arbeiten im Oktober dieses Jahres losgehen. Am 1. Mai 2018 müsse alles fertig sein. "Jetzt werden wir erst einmal die Arbeiten ausschreiben", sagt der Schultes. Die Fördermittel würden dann Schritt für Schritt, Gewerk für Gewerk, abgerufen.

Der Grund für das Vorhaben: Die 1993 für 2200 Einwohner ausgelegte Kläranlage ist durch zwischenzeitlich erfolgte Anschlüsse von fünf Teilorten der Gemeinde Wolpertshausen sowie einem Teilort der Stadt Ilshofen stark überlastet. Sie muss dringend für 5000 Einwohner ausgebaut werden. "Wir sind an unserer Kapazitätsgrenze angelangt", erklärt der Bürgermeister.

Die Anlage wird um ein Belebungsbecken und ein Nachklärbecken ergänzt. Um die Schlammmenge zu reduzieren und den Überschussschlamm einzudicken, wird ein sogenannter "Voreindicker" gebaut. Außerdem wird die Anlage über eine "Phosphorelimination" verfügen, um den Einfluss von Phosphorverbindungen in die Bühler zu verringern. "Das ist aktiver Gewässerschutz", meint Silberzahn. "Wobei sich die Wasserqualität der Bühler in den vergangenen Jahren stark verbessert hat." Durch die neue Technik, die in der Erweiterung installiert wird, müsse auch der alte Teil saniert werden, erklärt der Bürgermeister. Die Technik müsse angepasst werden. "Die neue Anlage kann einfach mehr", so Silberzahn.

Die Förderung werde dafür sorgen, dass sich die Abwassersituation in Wolpertshausen verbessert, schreibt Umweltminister Franz Untersteller in der eingangs erwähnten Pressemitteilung. Regierungspräsident Johannes Schmalzl ergänzt, dass die Landesmittel gut angelegt seien - auch für den Gewässerschutz der Bühler.

Abwassermaßnahmen

Fördermittel Im Regierungsbezirk Stuttgart sind nach Angaben des Regierungspräsidiums in diesem Jahr 20,1 Millionen Euro an Fördermitteln für kommunale Abwassermaßnahmen bereitgestellt worden. Damit könne an vielen Stellen die Reinigungsleistung von Kläranlagen verbessert und der Zusammenschluss zu zentralen Anlagen weiter umgesetzt werden.

NOA

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