Eine Lücke ist mehr als genug

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Jürgen Stegmaier Zur Finanzierung der Freilichtspiele  Foto: 

Wesentlich weniger Vorverkaufskarten als im zurückliegenden Jahr! Das muss kein Alarmsignal sein, doch zur Beruhigung trägt der Schwund nicht bei. Oberbürgermeister Pelgrim erklärt das Minus mit den Ungewissheiten eines Neuanfangs. Neuer Intendant, neue Spielstätte, neue Stücke. Aber sollte nicht genau das Neue die Neugierde wecken?

In den zurückliegenden Jahren erwirtschafteten die Freilichtspiele rund zwei Drittel ihres Budgets selbst – über den Kartenverkauf sowie Sponsorengelder. Ein Drittel des Budgets ging auf die öffentliche Förderung zurück. Ob es bei diesem 2:1-Verhältnis bleibt, erscheint unsicher. Abhängig ist dies im Wesentlichen vom Erfolg der weiteren Kartenverkäufe. Und dafür waren schon die vergangenen Tage entscheidend: Die Uraufführung von „Brenz 1548“ sowie die Premieren von „Die Wahlverwandtschaften“ und „Pinocchio“ sind gelaufen. Kommen sie gut an, gibt das dem Kartenverkauf einen Schub. Dies wäre wichtig. Denn die Freilichtspiele haben bereits eine Finanzierungslücke: Das Neue-Globe-Theater wird mehr als sieben Millionen Euro kosten. Davon trägt die Stadt 4,5 Millionen Euro. Das Land schießt eine Million zu.

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