Ein Leben ohne Handy? Nicht denkbar!

"Ohne mein Handy könnte ich nicht mehr leben", sagt Artur Graf aus Rot am See. Seine Schulnoten leiden darunter nicht, sagt er. Ein Handyverbot würde er wohl nicht aushalten. Hier seine Geschichte.

|
Artur Graf hat sein Handy immer dabei. Sein erstes Smartphone hat er als Fünftklässler bekommen.  Foto: 

"Ich heiße Artur Graf und bin 13 Jahre alt - und ohne Handy kann ich nicht mehr sein. Meine ersten eigenen technischen Geräte habe ich mit sieben Jahren bekommen: einen Nintendo 64 und eine Playstation 1, beides schon gebraucht von meinem älteren Bruder. Mein erstes Smartphone haben meine Eltern mir in der fünften Klasse gekauft. An erster Stelle, weil ich überall erreichbar sein sollte, aber auch, weil man einfach ,uncool war, wenn man keins hatte. Damals war ich aber noch nicht wirklich viel am Handy, weil man noch nicht damit ins Internet und auch keine Apps runterladen konnte. Hauptsächlich habe ich es benutzt, um Bilder zu machen, Musik zu hören, Doodle Jump zu spielen (was das einzige Spiel war), oder ich war auf Facebook und Youtube unterwegs. Mein zweites Smartphone besitze ich seit zwei Jahren. Vor kurzem habe ich mir auch noch einen Laptop gekauft, aber ich verbringe auf jeden Fall mehr Zeit am Handy. Wie viel genau, kann ich nicht sagen, aber eigentlich muss man nur die Zeit, in der ich schlafe oder esse abziehen.

Meine Eltern sagen eigentlich nichts dazu, weil ich trotzdem produktiv bin, lerne und meine Noten nicht darunter leiden. So etwas wie Handyverbot haben sie mir bis jetzt zum Glück noch nie aufgebrummt. Das würde ich wahrscheinlich auch gar nicht aushalten.

Drei Wochen ohne Handy aren "echt schlimm"

Letztens war mein Akku kaputt und die drei Wochen, in denen mein Handy nicht funktioniert hat, waren schon echt schlimm. Wenn ich mit Freunden unterwegs bin, benutze ich es aber eigentlich nicht, weil ich keine Flat, also kein Internet habe, wenn ich unterwegs bin. Wäre das anders, würde ich dann bestimmt auch mal auf meine Nachrichten antworten. Dabei habe ich es aber trotzdem immer, weil ich mittlerweile schon so daran gewöhnt bin, mein Handy in der Hosentasche zu haben, dass mir sonst einfach was fehlt. Ich benutze es oft um Musik zu hören, für Spiele, Apps wie Instagram, Whats App, Youtube und Facebook, oder ich bin einfach im Internet unterwegs. Als süchtig würde ich mich nicht bezeichnen, eher als abhängig. Sicher, kein großer Unterschied. Ich habe kein Problem mit Leuten, die kein Smartphone wollen, solange auch respektiert wird, dass ich eins habe. Ich persönlich glaube, ich würde ohne mein Smartphone nicht mehr auskommen."

Acht Prozent können ohne

Studie Nur acht Prozent der Jugendlichen im Alter zwischen 10 und 18 Jahren besitzen kein eigenes Handy oder Smartphone. Das ist das Ergebnis einer repräsentativen Forsa-Umfrage, die vor ein paar Monaten veröffentlicht wurde. Demnach sind nahezu alle Jugendlichen in Besitz der Hightechgeräte. Auf der Beliebtheitsskala folgen übrigens die Musikanlage (von 69 Prozent genutzt), und der MP3-Player (53 Prozent). Im Alter von zwölf Jahren nutzt eine Mehrheit der Jugendlichen ein Smartphone (85 Prozent). 72 Prozent der zehn- bis 18-Jährigen verwendet das Telefon zum Surfen im Netz.

SWP

Abonnieren Sie das kostenlose Morning-Briefing aus der Chefredaktion
Damit starten Sie top informiert in den Tag. Außerdem im Newsletter: Die Wettervorhersage und die aktuelle Verkehrslage in der Region.
» zur Registrierung

Noch kein Kommentar

Schreiben Sie Ihren eigenen Kommentar

noch 3000 Zeichen
Mit Ihrem Kommentar akzeptieren Sie unsere Netiquette

Für registrierte Nutzer

Melden Sie sich an und schicken Sie Ihren Kommentar ab:

Für noch nicht registrierte Nutzer

Registrieren Sie sich kostenlos, um Ihren Kommentar abzuschicken:

Ich bin damit einverstanden, dass die Neue Pressegesellschaft mbH & Co. KG und ihre Tochterunternehmen mich schriftlich (per E-Mail oder Brief) oder telefonisch über ihre Medienangebote und kostenlose Veranstaltungen informieren dürfen. Meine Daten dürfen zu diesem Zweck gemäß den Bestimmungen des BDSG gespeichert, verarbeitet und genutzt werden. Die Einwilligung kann ich jederzeit widerrufen.
Ich bin mit den Datenschutzbestimmungen einverstanden. *

Bitte beantworten Sie noch die folgende Sicherheitsfrage:

neu laden
Content Management by InterRed GmbH Logo
weiter zur Startseite

Bike-Park am Gartennest

In Gschlachtenbretzingen soll demnächst der Bau mehrerer Pumptrack-Strecken nach Enslinger Vorbild beginnen. Die Einweihung ist für Mitte 2018 geplant. weiter lesen