Eigener Spielplatz für Kleinkinder - Fünf Bäume sollen fallen

Der Spielplatz auf dem Unterwöhrd soll erweitert werden. Wo bisher noch Blumenbeete unter schattigen Bäumen angelegt sind, ist ein eigener Bereich für Kleinkinder geplant. Erwartete Kosten: rund 80000 Euro.

|

Das Mobiliar veraltet, das Konzept unausgegoren, die Anordnung der Spielgeräte gefährlich: Die Kritik am Spielplatz auf dem Unterwöhrd riss in den letzten Monaten nicht ab. Jetzt hat die Stadt Hall reagiert und am Montag in der Sitzung des Bau- und Planungsausschusses ein neues Konzept für die zentrale Anlage in der Innenstadt vorgelegt.

Wichtigste Neuerung: Künftig sollen die Flächen für Kleinkinder (bis vier Jahre) und den schon größeren Nachwuchs getrennt werden. Wer bereits im Vorschul- oder Schulalter ist, darf weiter auf dem bisherigenGelände spielen und toben. Hier werde der Zustand der Geräte "untersucht und geprüft", so Eberhard Neumann, Leiter des Fachbereichs Planen und Bauen. Das große Klettergerüst werde auf jeden Fall saniert, die Seilbahn bleibe an Ort und Stelle.

Wichtigste Neuerung: Westlich des bestehenden Spielplatzes soll ein ganz neues, annähernd gleich großes Areal entstehen, das kleineren Kindern vorbehalten sein soll. Anette Traub vom Haller Büro Gundelfinger und Traub hatte den Auftrag erhalten, für diesen Bereich ein Konzept zu entwerfen. Sie stellte es den Ratsmitgliedern vor.

Im besten Fall: Einweihung im Sommer 2014

"Eine modellierte Fläche" solle entstehen, so die Landschaftsarchitektin, die wiederum für verschiedene Altersgruppen eingeteilt werden soll. Zentral sei - Parallelen zum oft gelobten Spielplatz in Öhringen sind unverkennbar - ein großer Wasserbereich mit Matschbereich, Quellsprudler, Bachlauf, Staumöglichkeiten und Pumpe.

In der Mitte des Spielplatzes gibt es einen Sand- und Kiessandbereich. Dazu Balancierbalken, Wipp- und Schaukeltiere sowie Bänke und Tische für die Erwachsenen. Am Konzept des bestehenden Spielplatzes will Anette Traub nicht viel verändern - mit Ausnahme der Verlagerung des Sandkastens. "Die Seilbahn ist der Burner, und auch die hohe Rutsche vergisst man nicht", sagt die Expertin, "die Spielmöglichkeiten hier sind richtig gut". Bei den Mitgliedern des Bau- und Planungsausschusses stößt die Planung kaum auf Kritik. Mit einer Ausnahme: Anette Traub plädiert dafür, für das neue Spielareal fünf Bäume zu fällen. "Gerade Kleinkinder brauchen Schatten", entgegnet Jutta Niemann (Bündnis 90/Die Grünen), "ich würde die Bäume lieber stehen lassen". Einige Bäume seien sowieso krank und nicht mehr lange zu halten, kommentiert Eberhard Neumann, "wir werden das mit Augenmaß betreiben".

Im nächsten Schritt soll auf der Grundlage des Vorentwurfs die so genannte Werkplanung angefertigt werden. Die Vergabe der Gewerke könne dann im Winter erfolgen, so Halls Pressesprecher Robert Gruner auf Nachfrage. Gesetzt den Fall, die Bauarbeiter rücken im Frühjahr 2014 an, könnten die ersten Kinder im Sommer nächsten Jahres klettern, wippen, matschen und sandeln.

Stadt will alle 51 Schwäbisch Haller Spielplätze untersuchen

Noch kein Kommentar

Schreiben Sie Ihren eigenen Kommentar

noch 3000 Zeichen
Mit Ihrem Kommentar akzeptieren Sie unsere Netiquette

Für registrierte Nutzer

Melden Sie sich an und schicken Sie Ihren Kommentar ab:

Für noch nicht registrierte Nutzer

Registrieren Sie sich kostenlos, um Ihren Kommentar abzuschicken:

Ich bin damit einverstanden, dass die Neue Pressegesellschaft mbH & Co. KG und ihre Tochterunternehmen mich schriftlich (per E-Mail oder Brief) oder telefonisch über ihre Medienangebote und kostenlose Veranstaltungen informieren dürfen. Meine Daten dürfen zu diesem Zweck gemäß den Bestimmungen des BDSG gespeichert, verarbeitet und genutzt werden. Die Einwilligung kann ich jederzeit widerrufen.
Ich bin mit den Datenschutzbestimmungen einverstanden. *

Bitte beantworten Sie noch die folgende Sicherheitsfrage:

neu laden
Content Management by InterRed GmbH Logo
weiter zur Startseite

Manz CIGS Technology GmbH: Sondereffekt stärkt Gewinn

Unternehmensgründer Dieter Manz gibt den Vorstandsvorsitz ab. Er wechselt in den Aufsichtsrat der Aktiengesellschaft. weiter lesen