Egal ob nur für einen oder mehrere Tage: Braunsbach lockt mit intakter Natur

Kanu- oder Radfahren, Campen oder im Hotel übernachten, gepflegt Essen gehen oder eine kurze Rast machen - sowohl Tages- als auch Langzeitgäste finden in der Gemeinde Braunsbach ein breites Angebot.

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  • Bernhard Maurer entspannt sich im August 2011 auf seiner grünweiß gestreiften Liege und genießt den Blick vom Braunsbacher Campingplatz auf den träge dahin fließenden Kocher. Mit dabei sind Ehefrau Anja und Sohn Sascha. 1/2
    Bernhard Maurer entspannt sich im August 2011 auf seiner grünweiß gestreiften Liege und genießt den Blick vom Braunsbacher Campingplatz auf den träge dahin fließenden Kocher. Mit dabei sind Ehefrau Anja und Sohn Sascha. Foto: 
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Ein großes Highlight für Besucher im Kochertal hat gerade eine Zwangspause: das Kanufahren. "Wir haben zu wenig Wasser", berichtet Stefan Thaidigsmann von Hohenlohe Aktivtours aus Braunsbach. Er verleiht die Boote, sorgt dafür, dass Interessenten zum Einsteige- und Aussteigeort kommen. Es gibt sieben Kilometer lange Strecken von Enslingen nach Braunsbach oder auch von Braunsbach nach Kocherstetten, die in einem halben Tag zurück gelegt werden. Von Enslingen nach Kocherstetten sind es 16 Kilometer - auch von Braunsbach nach Künzelsau. Das ist ein Tagesausflug.

Thaidigsmann hat knapp 30 Boote, Zwei-, Drei-, und Viersitzer zur Auswahl. Nicht nur Familien kommen zu ihm, auch Firmen. "Betrieben und Tagungsgruppen biete ich als Alternative Highlandgames und einen Besuch im Kletterpark an. Aber wer nur zum Kanufahren kommen will, dem muss ich im Moment absagen." Das gehe schon über einen Monat so, weil es für diesen Kocherabschnitt aus Naturschutzgründen einen Mindestwasserstand gibt. Ist dieser um 8 Uhr nicht erreicht, darf kein Kanu auf den Fluss. Das hat Nachteile für Hohenlohe Aktivtours, aber auch den Ort. "Braunsbach hat nicht so viel Gewerbe. Es ist kein Tourismusmagnet, aber wir profitieren davon."

Das tun auch Anna-Maria und Josef Manhard, die den Campingplatz in Braunsbach betreiben. "Gerade heute sind leider Gäste abgefahren, die eigentlich Kanu fahren wollten", berichtet Josef Manhard. Sie hätten nicht nur Gäste, die bei Thaidigsmann Boote ausleihen würden. Manche brächten ihre eigenen mit. Bis zu 6000 Übernachtungen pro Jahr zählt die Familie auf ihrem Platz. 80 Wohnwagen können dort stehen. "Auf unserer großen Zeltwiese kommen 150 Leute unter", erklärt der Inhaber. Besonders voll sei es um Pfingsten. "Da hatten wir dieses Jahr die beste Saison", freut er sich. Im Moment sei es eher ruhig. Doch die Manhards kämen gut über die Runden.

Vor zehn Jahren hat er den Platz übernommen. Da waren es wenig Besucher. Drei Jahre später habe es dann gut ausgesehen. "Seitdem haben wir ein jährliches Wachstum von rund zehn Prozent gehabt", verrät Manhard. Aufgefallen sei ihm, dass die Zahl der Radfahrer, die nur eine Nacht da blieben, zurückgegangen sei. Aber über fehlende Kundschaft könne er sich nicht beklagen. Camper kämen aus dem Stuttgarter Raum und Bayern, aber auch aus Frankreich, den Niederlanden und sogar aus Japan.

Von Touristen lebt auch der Gasthof Löwen in Braunsbach. "Wir sind gerade ausgebucht", erklärt Inhaberin Heike Philipp. Familienurlauber und Radfahrer seien die Gäste, sie stammten hauptsächlich aus Deutschland. Die meisten kämen auf Empfehlung anderer Gäste, die schon in Braunsbach übernachtet hätten. Zwölf Zimmer hat der Löwen. "Wir manchen jedes Jahr etwas neu, damit wir auch interessant bleiben", erklärt Philipp.

Schlemmen, Tagen und Feiern in der Gemeinde Braunsbach

Kulinarisches Die Gemeinde Braunsbach bietet Besuchern viele Möglichkeiten zur Einkehr: Neben dem Braunsbacher Löwen gibt's dort auch noch die Sonne sowie die Gaststätten Ochsen und Adler in Geislingen. Italienisches serviert O-sole-mio plus in Braunsbach.

Festliches Für ein besonderes Ambiente ist das Schloss in Döttingen bekannt. Dort können Gäste nicht nur gut speisen, es gibt auch Räume für Tagungen und Feiern - außerdem Übernachtungsmöglichkeiten für die Besucher.

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