Dorfgemeinschaftshaus Hütten: 530.000 Euro werden investiert

Soll das Dorfgemeinschaftshaus Hütten saniert werden - oder ist ein Abriss mit Neubau sinnvoller, um gleichzeitig die Kindergartenfrage in dem Teilort langfristig zu lösen? Die Meinungen im Rat waren geteilt.

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Nach einer intensiven Diskussion haben sich die Mainhardter Räte dem Antrag der Verwaltung angeschlossen und in einem Grundsatzbeschluss der Sanierung des Dorfgemeinschaftshauses in Hütten für die Jahre 2015/16 zugestimmt. Wie die Frage des Kindergartens in Hütten gelöst wird, soll im Sommer entschieden werden, wenn weitere Daten zur Kindergartenbedarfsplanung vorliegen.

Weil das 1965 als Schulhaus gebaute Dorfgemeinschaftshaus in die Jahre gekommen ist und Schäden aufweist, hält auch der Ortschaftsrat eine Gesamtsanierung für sinnvoll. Besonders schadhaft ist der Westgiebel, durch den Wasser in das Gebäude eindringt. Auch die WCs müssen saniert werden.

"Eine Teilsanierung in Abschnitten hat wenig Sinn", erläuterte Bürgermeister Damian Komor. Dies führe zu Mehrkosten, da sich einige Gewerke überlappen würden und voneinander abhängig seien. Dach und Wände sollten energetisch saniert und Sanitäranlagen erneuert werden. "Es ist das einzige Dorfgemeinschaftshaus im Gemeindegebiet mit ebenerdigem Zugang", sagte Komor. Deshalb werde es für private Feiern oft angemietet. "Wir haben uns im Ortschaftsrat Gedanken gemacht und sind uns einig, dass nur eine Gesamtsanierung sinnvoll ist", sagte die Hüttener Ortsvorsteherin Martina Bürk. Das Haus werde an 20 Wochenenden im Jahr von Vereinen und zu privaten Feiern dauerhaft genutzt. 125 Euro Miete würden pro Tag fällig. Untersucht habe der Ortschaftsrat auch eine Neubauvariante. Die falle mit rund 800.000 Euro zuzüglich Abbruchkosten aber hoch aus."

"Ich befürworte das Projekt. Das Raumkonzept ist für Hütten optimal", sagte Udo Kallina. Laut Kämmerer Friedmar Wagenländer werden Gelder aus dem Ausgleichsstock und Entwicklungsprogramm Ländlicher Raum beantragt. Er hofft auf 50 Prozent Zuschuss. Gemeinderat Werner Brosi plädierte für eine höhere Miete.

"Einen Neubau kann man gestalten, wie man ihn braucht. Dann hätte man für 270.000 Euro mehr etwas Gescheites", meinte Rüdiger Honold. Unterstützung erhielt Honold von Stefan Kemppel: "Mich stört, dass wir zwei Jahre später für den Kindergarten wieder 200.000 Euro ausgeben müssen." "Wir sollten die neue Kindergartenbedarfsplanung abwarten", argumentierte Bürgermeister Damian Komor für die Lösung mit geringeren Kosten. "Wenn man den Kindergarten mit einbezieht, sollten wir eine Gesamtlösung mit Neubau prüfen", meinte Tilman Schoch. "Wir sollten die Sanierung angehen, die finanzielle Situation der Gemeinde gibt es her und wir haben eine Lösung für die nächsten 20 Jahre", so Walter Mack.

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