Die Esch GmbH in Hopfach stellt hochwertige Ruhemöbel her – Betrieb wird verkauft

Im Haller Solebad stehen die Ruhemöbel der Esch GmbH direkt im Salz. Dennoch ist an den Metallgestellen keine Spur von Salz zu erkennen. Darauf ist Werner Esch stolz.

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Werner Esch zeigt seine Liegen im Verkaufsraum in der Hopfacher Mühle.  Foto: 

Werner Esch war bis vor rund 25 Jahren Einkaufsleiter und Produktmanager beim Haller Saunahersteller Klafs. Nach Meinungsverschiedenheiten mit dem damaligen Inhaber verließ Esch das Unternehmen von einen Tag auf den anderen – und gründete seinen eigenen Betrieb. Der jetzt bald 70-Jährige wusste schon damals genau, was in der Branche gefragt wird. Fortan spezialierte sich Werner Esch auf die Herstellung von Ruheliegen aus Metall oder Vollholz. Das tat er weitgehend im Verborgenen – in der Mühle in Hopfach. Erfolg damit hatte Werner Esch. Die ersten Aufträge kamen früh. Das führt er auch auf seine hervorragende Marktkenntnis zurück. „Wir sind die graue Maus“, scherzt Werner Esch. Nie habe er in Werbung investiert, nur einmal habe er eine Messe besucht – die Gewerbeschau der Gemeinde Wolpertshausen.

In wenigen Wochen wird Werner Esch 70 Jahre alt. Sein Unternehmen gibt er zum 1. Juli ab. Seine Töchter haben kein Interesse an dem Betrieb. Die eine lebt auf Zypern, die andere auf Mallorca. Wer der neue Eigner sein wird, verrät Esch nicht. Ob der Standort im beschaulichen Hopfach an der Bühler erhalten bleibt, ist ungewiss. Esch will auch das Mühlen-Areal verkaufen, das in seinem Besitz ist. Ob die GmbH dort bleiben kann, hängt auch davon ab, ob der neue Eigner die Räume weiterhin für ein Gewerbe zur Verfügung stellt.

Die Stahl- und Holzrahmen für die Ruheliegen lässt Esch bei regionalen Handwerksbetrieben fertigen – beispielsweise bei der Schreinerei Maaß in Obersontheim oder bei der Biege-Technik-Engineering (BTE) GmbH in Eckartshausen.

Die Hölzer werden an den Oberflächen mit  Leinöl behandelt, die Metallgestelle durch ein spezielles Verfahren behandelt, welches verhältnismäßig dicke Schichten zulässt. So kann das Metallgestell einer Liege mit einer Schicht von bis zu 0,6 Millimeter (600 Micrometer) überzogen werden.

Am Standort in Hopfach werden die Ruhemöbel montiert. Dazu hat Werner Esch je nach Auftragsstand drei bis vier Mitarbeiter. Festangestellte Beschäftigte hat er nicht.

Werner Esch zeigt Fotos von Liegen, die 19 Jahre alt sind, aber wie neu erscheinen. Kunden findet der Betrieb meist in Bädern und Kliniken. Beispielsweise sind die Sauna-Landschaften im Haller Schenkenseebad oder dem Solebad mit Esch-Liegen ausgestattet.

Jährlich stellt Esch zwischen 600 und 2000 Liegen her. Das Geschäft ist stark von Projekten geprägt.

Die neueste Entwicklung von Walter Esch ist eine Liege, die mit einem  fünf Millimeter starken Leder bezogen ist. Diese ist nicht unter 2500 Euro zu haben, verrät der Gründer, Inhaber und Geschäftsführer. Erst seit zwei Jahren verkauft Esch auch an Privatpersonen. Auf die Idee dazu ist er gekommen, weil viele Kur-, Hotel- und Wellnessgäste bei den Einrichtungen und Bädern nach den Liegen fragten. Die Preise nennt Werner Esch nicht gerne. Zumindest so viel verrät er: Für eine Metallliege reichen  500 Euro nicht, eine Anfertigung aus Holz ist  nicht unter 1000 Euro zu haben. Anlässlich seiner Geschäftsübergabe kündigt er allerdings einen Werksverkauf an.

Für wie viel Werner Esch sein Unternehmen verkauft hat, verrät er nicht. Schon einmal wollte er es abgeben, geriet damals aber an eine Heuschrecke, wie er erzählt. Darauf habe er es zurückgeholt. Allerdings sei der Jahresumsatz von davor rund 500.000 Euro auf etwa die Hälfte eingebrochen. Das war vor anderthalb Jahren. Inzwischen gehe es wieder aufwärts.

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