Die Betriebe florieren

Ein Glücksfall für die Stadt Vellberg sind die beiden Firmen Schmitt Logistik und Schmitt Spedition. Daneben hat sie ein breites Spektrum an Gewerbe zu bieten.

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Das Gewerbegebiet in Talheim hat sich in den vergangenen Jahren prächtig entwickelt. Dort haben sich einige große Betriebe angesiedelt, die eine Vielzahl von Arbeitsplätzen anbieten.  Foto: 

Im Jahr 1983 ist das Unternehmen Schmitt von Bühlerzell nach Vellberg-Talheim umgezogen. Es ist stetig gewachsen und beschäftigt inzwischen an mehreren Standorten insgesamt knapp 500 Mitarbeiter, davon in Vellberg 275 im Logistik-Bereich und 52 in der Spedition. Zur Firma  gehören auch 13  Auszubildende. 85 Prozent der Mitarbeiter arbeiten in Vollzeit, rund elf Prozent sind aus Vellberg.

„Wichtig ist für uns der Bau der geplanten Umgehung in Großaltdorf und die Sanierung der K 2668 nach Ilshofen, damit wir eine schnelle und sichere Anbindung an die Autobahn 6 bekommen. Auf den schmalen Straße  passieren immer wieder leichte Unfälle durch Berührung von sich begegnenden LKW“, so Geschäftsführer Eric Leuchters. Diese Anbindung sei der Schlüssel für die weitere Entwicklung im Gewerbegebiet Vellberg, wo das Unternehmen Wachstumspotentiale habe, schreibt er.

Von großer Bedeutung nicht nur für das Unternehmen Schmitt war 2015 der Glasfaseranschluss mit der FTTB-Technik (Fiber to the Buildung), der für Datengeschwindigkeiten von bis zu einem Gigabit pro Sekunde sorgt. Das gilt auch für die anderen Firmen des Gewerbegebiets wie Autoverwertung Keller, Bajus Metallverarbeitung, Rüdel Transporte, Binder Bau und die Firma Rex Industrieprodukte. Rex  fertigt Isolations-, Hitze- und Brandschutzmaterialien, Reib- und Gleitbeläge und kundenspezifische Metallteile. Das Unternehmen mit einem Jahresumsatz von 14,5 Millionen Euro beschäftigt rund 75 Mitarbeiter mit leicht steigender Tendenz. Für Vellberg als Standort spricht laut Geschäftsführer Dr.-Ing. Friedrich Denkhaus die Nähe zur Autobahn.

Eine vielfältige Produkt- und Dienstleistungspalette bieten die Mitglieder des Vellberger Handels- und Gewerbevereins. „Der Verein hat sich mit rund 50 Mitgliedern gefestigt“, stellt der Vorsitzende Günter Wengert fest. Unter den HGV-Mitgliedern sind viele Handwerksbetriebe, Dienstleister wie Versicherungsagenturen, Steuerberater, Reisebüro, Apotheke, Banken und gastronomische Betriebe. Beim Weinbrunnenfest helfen die HGV-Mitglieder immer am Freitagabend im Pavillonzelt mit.

Zur Tradition mit vielen Besuchern ist die HGV-Schirmparty im Burggraben zum Vellberger Christkindlesmarkt geworden. Alle zwei bis drei Jahre organisiert der HGV für seine Mitglieder eine Gewerbemesse. „Die nächste ist wahrscheinlich für 2018 geplant“, kündigt Wengert an.

Auch die Stadtverwaltung ist Mitglied im HGV. Weil ihr ein gutes Miteinander wichtig ist, hat Bürgermeisterin Ute Zoll einen jährlichen Wirtschaftsstammtisch eingeführt. Mal lädt sie die Gewerbetreibenden zu einer Betriebsbesichtigung, mal zu einem Vortrag ein. Immer gibt es Gelegenheit zum Austausch und zur Kontaktpflege zwischen Rathaus und Betrieben.

Eng verbunden mit Vellberg sind auch die Heime für Senioren und Menschen mit Behinderung. Der Träger der Senioreneinrichtung „Dienste für Menschen“ betreibt das Pflegestift in der Markgrafenallee, der Heimat für 48 alte Menschen. Dort arbeiten knapp 50 Leute, die Hälfte davon als Teilzeitkräfte, in den Bereichen Pflege, Hauswirtschaft, Verwaltung und Technik. In den Gebäuden des Haller Sonnenhofs in der Bucher Straße leben 42 Menschen mit Unterstützungsbedarf. 44 Mitarbeiter sind in der Einrichtung in der Pflege beschäftigt.

Erfreulich ist die Entwicklung der Firma Hirsch und Wölfl GmbH, die sich mit maßgeschneiderten Informations- und Kommunikationslösungen für Kommunen und Unternehmen einen guten Ruf erworben hat. „Sie sind bundesweit unterwegs und haben ihr Personal schon soweit aufgestockt, dass sie jetzt nicht nur im Erdgeschoss, sondern auch im 1. Stock arbeiten. Und es sind lauter junge Leute“, freut sich die Bürgermeisterin über die Firma in der Alten Kaserne im Städtle. Vor fünf Jahren hat das Unternehmen mit neun Mitarbeitern angefangen, inzwischen beschäftigt es 20, 15 in Vollzeit, vier in Teilzeit plus einen Azubi, der Fachinformatiker lernt. „Aktuell empfinden wir diese Anzahl als stabil und gut“, erklärt Geschäftsführer Wolfgang Wölfl, der für den Vertrieb zuständig ist. In den nächsten zwölf Monaten sollen voraussichtlich ein weiterer Azubi und je nach Entwicklung zwei bis drei neue Mitarbeiter eingestellt werden. Mit dem Standort und den Räumen ist die Firma sehr zufrieden. „Wir fühlen uns hier sehr wohl“, sagt Wölfl, allerdings würde die Nähe zu einer Hochschule es erleichtern, geeignete Mitarbeiter zu finden.

Weitere Gewerbeflächen stehen in Vellberg zur Verfügung. Das Industrie- und Gewerbegebiet Talheim-Großaltdorf  kann um rund 17 Hektar erweitert werden, wenn Nachfrage besteht. Das Gewerbegebiet Länderäcker in Großaltdorf hat eine Größe von vier Hektar. Die Erschließung erfolgt, wenn Investoren für dieses Gebiet zur Verfügung stehen, heißt es auf der Internetseite der Stadt. Es liegt am nördlichen Ortsrand von Großaltdorf in Richtung Oberaspach. Zur Anschlussstelle der Autobahn sind es etwa acht Kilometer. kor

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