Diak reißt Tagesklinik ab, um Platz für Neubau zu schaffen

Das Friederike-Fliedner-Haus liegt in Stücken am Boden. Bagger prägen das Bild auf dem Diak-Gelände. Sie schaffen Platz für den Klinik-Neubau.

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Ein roter Bagger reißt das Friederike-Fliedner-Haus auf dem Diak-Stammgelände ab. Es wird Platz für den Krankenhaus-Neubau geschaffen.  Foto: 

"Das große Loch" wird intern der nächste Schritt des Bauvorhabens auf dem Diak-Gelände genannt. In den nächsten Jahren soll in zwei Etappen ein komplett neues Krankenhaus entstehen. Dafür wird in diesen Tagen Platz geschaffen - für eine der größten Baugruben Schwäbisch Halls.

Die Psychiatrische Tagesklinik - mit ihren 25 Patienten und 20 Mitarbeitern - ist Anfang dieses Jahres vom Diak-Gelände ins ehemalige Nikolai-Altenheim beim Friedhof umgezogen. Das so genannte Friederike-Fliedner-Haus stand seitdem leer. Es wurde jetzt abgerissen, da es sich direkt neben der Grundfläche des ersten Bauabschnitts für die Klinik befunden hat.

Doch dem Abriss-Bagger geht die Arbeit nicht aus. Als nächstes werden das alte Maschinenhaus und die alte Schuhwerkstatt fallen, teilt das Diakoniewerk Schwäbisch Hall auf Nachfrage mit. Das sind kleinere Backsteingebäude auf die man herabsieht, wenn man vom Parkhaus über den Steg zum Krankenhaus-Foyer geht.

Ende Juni sei das große Badhaus an der Reihe. Derzeit werden dort die letzten Einheiten aus dem Gebäude in die bereits errichtete Kinderklinik verlegt. Im Badhaus waren zuletzt die Kinderabteilung und das Therapiezentrum untergebracht. Es wird abgerissen, da es mitten auf dem Baufeld für das neue Klinikgebäude steht.

In diesen Tagen legt die Verwaltung endgültig fest, wie eine Baustraße angelegt wird, die auf Diak-Gelände führt und von vielen LKW genutzt werden soll.

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Kommentare

25.06.2014 17:38 Uhr

Aber das Johanniter-Kinderkrankenhaus bleibt stehen ...

Hoffentlich wird das Johanniter-Kinderkrankenhaus nicht abgerissen. Denn ein Häuschen wie dieses in einem solch geschmackvollen Stil (laut meinen Recherchen im Stil der Neurenaissance erbaut), mit Uhrtürmchen und einer Holzschindelfassade, deren Fertigung mit Sicherheit viel Aufwand und Liebe zum Detail erfordert hat, findet man nicht alle Tage. Das Stammhaus, das Johanniter-Kinderkrankenhaus und die Kapelle bilden ein Ensemble, in meinen Augen sogar ein malerisches Ensemble, welches schützenswert ist. Zudem erinnern diese alten Gebäude an die frühe Geschichte des Diaks in Schwäbisch Hall.

Die Denkmalschutzbehörde sollte, falls das Gebäude abgerissen werden sollte, ein Machtwort einlegen.

Die kubischen Bauten in Modulbauweise, wie sie unsere heutigen Architekten entwerfen, sind im Vergleich dazu lieblos und unansehlich.

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