Demonstration gelebten Glaubens

Traumwetter begleitete Fronleichnam in Bühlerzell. Eineinhalb Stunden lang prozessierten die Gläubigen mit Gesang und Gebet zu fünf Blumenaltären.

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An Fronleichnam prozessieren in Bühlerzell Gläubige zu fünf Altären. Jeder ist einem bestimmten Thema gewidmet.  Foto: 

Der Himmel wölbte sich strahlend blau über die mit großer Sorgfalt gelegten Blumenteppiche. Die Umstände waren nahezu ideal. Die Farben der Blumen erstrahlten in vollem Glanz.

 Die Prozessionsfahnen mit  den Symbolen Wein, Brot und Blut sowie das Kreuz führten die Prozession an. Es folgten die Musikkapelle Bühlerzell, die Feuerwehr mit ihren Fahnen, der Kirchenchor und die Ministranten. Dann kam die Monstranz, von Pfarrer Rolf Kurz getragen und von einem „Himmel“ genannten Stoffdach beschirmt. Am Schluss folgen in langer Reihe die Gläubigen.

Die erste Station der Prozession erinnerte diese an „den Herren in unserer Mitte“. Es ging um die Frage: Was ist die Mitte unseres Lebens? Eine Schriftlesung aus Johannes und das vom Kirchenchor gesungene Lied „Kommt ihr Christen allesam“ vollendeten das Ritual an dieser Station.

Der zweite Altar war dem Thema „Christus ist das Licht der Völker“ gewidmet. Hier geht es darum, dass dessen Gegenwart Menschen im Alltag stärken kann. Der Kirchenchor sang „Hier in diesen Brotgestalten ist das wahre Fleisch und Blut“.

Der dritte Altar erinnerte an Christus, den Erlöser der Menschheit. „Lamm Gottes, erbarme dich unser“ – das war auf dem Blumenteppich zu lesen. Eine Lesung aus dem Matthäus-Evangelium bestärkte die Kraft des Glaubens. Die in Bühlerzell vorgetragene Geschichte lautet so: Ein Hauptmann ruft Jesus an, er solle seinen Diener heilen. Jesus versprach, in sein Haus zu kommen. Der Hauptmann aber meinte, er sei dessen nicht würdig. Es reiche, wenn er seinem Diener sage, er sei geheilt. Jesus zeigte sich laut Matthäus erstaunt. So viel Glaube habe  er in ganz Israel nicht gefunden.

Der vierte Altar war diesem Thema gewidmet: „Die Gegenwart Christi vor der ganzen Welt erzeugen.“ Der Blumenteppich war von den Erstkommunikanten gelegt worden. Er trug die Schrift: „Brannte uns nicht das Herz.“

Der fünfte Altar, der Schlussaltar, von den Firmlingen gelegt, wies im Zentrum einen Weg auf. Pfarrer Rolf Kurz, der die Jugend oft als querliegend zur Gesellschaft bezeichnete, erläuterte das Blumenbild. Es zeige den Weg aus dem Alltag in die Kirche.

Mit dem alten Choral „Großer Gott wir loben dich“ endete die Prozession. Sie war eine eindrucksvolle Demonstration gelebten Glaubens.

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