Chorleiterin Julia Krämer vereint im Haller Neubau-Saal drei Gesangvereine

Begeisterte Zuschauer im voll besetzten Neubau-Saal am Sonntagabend. Das "Konzert im Frühling", dirigiert von Julia Krämer, kommt gut an.

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Julia Krämer dirigiert die Chöre im Haller Neubau-Saal.  Foto: 

Die Gesangvereine Eintracht Steinbach, Sulzdorf und der Männergesangverein Eschental boten im Neubau-Saal, der mit schönen Frühlingssträußen geschmückt war, eine eindrucksvolle Eröffnung des Chorkonzertes: Alle drei Chöre zusammen begrüßten die Zuhörer mit Dieter Frommlets "Willkommen". Im voll besetzten Saal war das eine gelungene Demonstration lebendiger Gesangskultur. Für Abwechslung sorgte zudem Julia Krämers Liedauswahl. Sie ließ die drei Chöre in bestem Licht erscheinen. Die Chorvorträge wurden ergänzt durch ein Streichquartett der Musikschule - drei Violinen und ein Cello - , das zwei beachtenswerte Auftritte hatte.

Nach der Pause wurden die Rollen gemischt. Es sang der gemischte Chor des Gesangvereins Sulzdorf zusammen mit dem gemischten Chor des Gesangvereins Eintracht Steinbach. Die Frauen beider Chöre hatten danach ihren eigenen Auftritt. Nach dem Männergesangverein Eschental trat ein gemeinsamer Männerchor aller drei Vereine auf.

Julia Krämer hat enorme Arbeit geleistet, mit diesen unterschiedlichen Konstellationen für das Konzert zu proben. Temperamentvoll präsentierte sich beispielsweise der Gesangverein Eintracht Steinbach mit Kalinka und dem Ungarischen Tanz Nummer 6 von Otto Groll. Sehr einfühlsam die Gesangvereine Sulzdorf und Steinbach mit "Erlaube mir feins Mädchen" von Johannes Brahms, einem sehr differenziert gesetzten Lied aus der Romantik.

Der Männergesangverein Eschental punktete mit Hans Unterwegers "Männer mag man eben". Der Beifall steigerte sich noch, als der gemeinsame Männerchor aller Vereine auftrat. "Wenn Männer singen", verkündete er seine Botschaft. Die Männer im Publikum klatschten lautstark bei dieser Steilvorlage für sie, das weibliche Publikum lächelte amüsiert. Mit "Klänge der Freude" setzte der Schlussauftritt aller drei Chöre zusammen mit dem Streichquartett der Musikschule einen musikalischen Höhepunkt. Das Lied wurde nach vielen Zugaberufen wiederholt.

Die Stimmung war blendend und die Zuhörer waren angetan. Beim Nachhausegehen sagte ein Zuhörer: "Wenn man so eine hat, die ist Gold wert." Gemeint war natürlich Julia Krämer.

Mitwirkende und Werke

Akteure Gesangverein Eintracht Schwäbisch Hall-Steinbach, Gesangverein Sulzdorf, Männergesangverein Eschental. Streichensemble der Musikschule Schwäbisch Hall. Mechthild Schmücker und Marina Wulf begleiteten die Chöre am Klavier.

Musikstücke Das Streicherensemble der Musikschule Hall spielt: Vivace von Arcangelo Corelli, Kanon von Johann Pachelbel, Polonez a moll von Michal Kleofas Oginski und Stoptime Rag von Scott Joplin.

SWP

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