Chinesen kommen zum Bundesligacup nach Hall

Das Teilnehmerfeld für den 12. A-Junioren-Bundesligacup in Hall vom 17. bis 19. Juli auf der Auwiese steht. Erstmals ist der Nachwuchs von Borussia Dortmund dabei - und ein chinesisches Team.

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Ein Exot ist der Publikumsliebling: Beim Sparkassen-Bundesligacup 2010 landen die Mexikaner von Tigres Monterrey auf Platz fünf. In diesem Jahr kommt das ausländische Team aus China.  Foto: 

Das Teilnehmerfeld für den 12. A-Junioren-Bundesligacup in Hall vom 17. bis 19. Juli auf der Auwiese steht. Erstmals ist der Nachwuchs von Borussia Dortmund dabei - und ein chinesisches Team.

Sechs der Teilnehmer tragen bekannte Namen: VfB Stuttgart, 1. FC Nürnberg, Borussia Dortmund, Schalke 04, VfL Wolfsburg, Hertha BSC, Sportfreunde Hall - und Guangzhou Evergrande.

Guangzhou ist der größte Fußballclub in Asien und genießt dort ähnliches Ansehen wie Real Madrid in Europa. Trainer ist Fabio Cannavaro (als erster Innenverteidiger Welt-Fußballer 2006), davor stand Marcello Lippi (Weltmeister 2006) an der Seitenlinie. Der Kontakt zu den Chinesen kam über den Ex-Hoffenheimer Marco Pezzaiuoli zustande. Er ist U19-Trainer und Jugendleiter bei Guangzhou.

"Die Chinesen machen im Jugendbereich richtig Betrieb", hat Thorsten Schift, Begründer des A-Juniorenturniers in Hall, festgestellt. Als er anfragte, ob nicht die TSG Hoffenheim zum Cup kommen könnte, erhielt er die Information, dass die TSG bereits für ein anderes Turnier zugesagt hat. Aber er bekam die Telefonnummer von Marco Pezzaiuoli.

Die Kommunikation stellte sich als nicht ganz so leicht dar. Schift erinnert sich: "Das war der Wahnsinn. Ich habe mich in China verbinden lassen. Außerdem noch der Zeitunterschied. Aber es wurde besser, als wir den Rest per E-Mail erledigt haben."

Die Chinesen spielen im Sommer noch zwei weitere Turniere in Europa. Von Hall aus geht es zum Dietmar-Hopp-Turnier nach Heidelberg, danach dann noch nach Holland. Deshalb werden die Reisekosten der Chinesen zwischen den drei Turnierveranstaltern aufgeteilt.

Warum ausgerechnet eine Mannschaft aus China? "Wir wollten einmal eine andere ausländische Mannschaft", sagt Schift. Bisher spielten bereits Mannschaften aus England, Brasilien, Mexiko und der Türkei beim A-Juniorenturnier auf der Haller Auwiese.

Leistungsmäßig sollen die Chinesen laut Pezzaiuoli auf Junioren-Bundesliganiveau kicken. Sie seien auf jeden Fall ein Farbtupfer. Videos mit Spielszenen aus Guangzhou hat Schift noch keine bekommen: "Wir vertrauen Pezzaiuoli." Immerhin hätten die Chinesen den Vorzug vor einem brasilianischen Team bekommen.

Die Organisatoren wollen gleichzeitig aber auch das Qualitätsmerkmal auf die deutschen Clubs legen. In den regionalen U19-Bundesligen belegten Stuttgart und Nürnberg Plätze im vorderen Mittelfeld, Wolfsburg wurde Dritter, Schalke Meister im Westen. Die Knappen spielen nun um deutsche Meisterschaft, dafür ist jeweils nur der Erste aus den drei Bundesligen plus der beste Zweitplatzierte qualifiziert.

Wichtiger für die Qualitätseinschätzung von Schift ist aber die B-Jugend, die derzeit im Bulgarien die U17-EM ausspielt. Einige der Teilnehmer werden dann als A-Jugendliche mit ihren Teams nach Hall kommen. Wolfsburg und Schalke gehören laut Schift derzeit zu den in der Fußballjugend Führenden, gefolgt von Hoffenheim und Leipzig.

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