Casting der Stars von morgen

Am Wochenende nahmen in Hall 127 Talente in acht Altersklassen beim Regionalwettbewerb „Jugend musiziert“ teil.

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  • Sarah Litak (rechts) aus Fichtenau qualifizierte sich für den Landeswettbewerb.  1/2
    Sarah Litak (rechts) aus Fichtenau qualifizierte sich für den Landeswettbewerb. Foto: 
  • Carolin Holaj stellt sich am Flügel den strengen Blicken der Jury.  2/2
    Carolin Holaj stellt sich am Flügel den strengen Blicken der Jury. Foto: 
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Aus Nord­ost-Württemberg meldeten sich insgesamt 127 Instrumentalisten und Vokalisten zum künstlerischen Kräftemessen im Haller „Haus der Bildung“ an. Zukünftig wird der Regionalwettbewerb nicht mehr abwechselnd an verschiedenen Orten durchgeführt, sondern alljährlich von der Musikschule Schwäbisch Hall organisiert. Die Landkreise Hohenlohe, Schwäbisch Hall und Main-Tauber harmonieren in Sachen Musikförderung schon bestens miteinander. Über zwanzig Mitarbeiter sorgten für einen reibungslosen Ablauf – und dass in den Fluren der vormaligen Strafanstalt die nötige Ruhe herrscht. So konnten die 27 Jurymitglieder in drei separaten Räumlichkeiten den vielen klangvollen Vorträgen ungestört folgen.

Die jungen Leute zeigten sich vor ihren Auftritten flapsig-locker bis nervös-angespannt. Die diversen anwesenden Instrumentallehrer erwiesen ihren Schützlingen die letzten Hilfestellungen, die Eltern waren beglückt vom hoffnungsvollen Nachwuchs und versuchten, das Lampenfieber zu dämpfen. Mucksmäuschenstill verhielten sich die interessierten und sachkundigen Zuhörer während der Wertungsspiele.

Nach Ende der Mühsal: artige Verbeugung sowie wohlwollender bis begeisterter Beifall. Schließlich landete so manches Kind in den liebevollen Armen von Mama und Papa. Und schnell wurden von dem historischen Ereignis ein paar Digitalfotos für alle Ewigkeit geschossen. Heuer – in einem „ungeraden“ Jahr – werden bei „Jugend musiziert“ Solistenpreise der Instrumente Klavier, Harfe, Gesang, Pop-Schlagzeug und Pop-Gitarre ausgeschrieben.

Preisträger spielen heute

Der „klassische“ Wettbewerb öffnet sich also den modischen Musikströmungen.  Geiger oder Cellisten beispielsweise konnten sich 2017 nicht als Einzelpersonen bewerben. Gefragt ist aktuell der Teamgeist in der Kategorie „Ensemble-Bewertung“. Dies gilt im Einzelnen für Streicher-Ensemble, Bläser-Ensemble, Akkordeon-Kammermusik und neue Musik.

Allein 53 Piano-Solisten beiderlei Geschlechts stellten sich an zwei Tagen im Musiksaal einer namhaften Jury, bei der Saxofonist Richard Beißer als gut gelaunter Moderator diente, der die jungen Tastenkünstler immer wieder aufs Neue aufzumuntern vermochte.

Wie geht es weiter? Der 54. baden-württembergische Landeswettbewerb findet vom 29. März bis 2. April in Heidenheim statt. Auf Bundesebene werden darauf die Sieger eine ganze Woche lang vom 1. bis 8. Juni in Paderborn ermittelt. Eine Auswahl der am ersten Februarwochenende ermittelten ersten Preisträger wird in einem Konzert am heutigen Mittwoch um 19 Uhr in der Haller Hospitalkirche zu hören sein. Auch die Urkunden werden dann vergeben.

Info Im Internet sind die Bewertungen abrufbar unter http://www.jugend-musiziert.org/regionalwettbewerbe/schwaebisch-hall/ergebnisse.html.

Die 14-jährige Sarah Litak (Violine) aus Fichtenau hat beim Regionalwettbewerb „Jugend musiziert“ in Schwäbisch Hall mit ihrem Streichtrio einen ersten Preis erhalten und darf nach ihrem Erfolg in Bayern nun auch zum Landeswettbewerb Baden-Württemberg. Die jungen Musiker Marie Koonert (16, Violine) aus Coburg, Julian Herzing (16, Bratsche) aus Oberasbach und Sarah lernten sich im letzten Jahr beim Kammermusikkurs der Musikhochschule Würzburg kennen und beschlossen, zusammen beim diesjährigen Wettbewerb teilzunehmen.
Neben dem Trio in C-Dur von Beethoven spielten sie auch das Trio „Le Londres“ von Eugen Ysaye vor. Für ihre Leistung wurden sie von den Juroren mit der maximalen und beim Streicher-Ensemble (gemischte Instrumente) nur einmal vergebenen Punktzahl 25 und von den Zuhörern mit viel Beifall belohnt.

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