Bürgertreff in Arnsdorf soll im Sommer fertig sein - Ehrenamtliche packen an

Einen Treffpunkt für alle Arnsdorfer schaffen, das ist das Ziel einer kleinen Gruppe von Feuerwehrleuten. Sie zeigen ihr handwerkliches Geschick und bauen eine alte Scheune zum Bürgertreff um.

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Legen beim Bürgertreff Arnsdorf selbst Hand an (von links): Armin Abel, Markus Vogt, Rolf Abel, Roland Metzger, Andreas Köhler und Harald Hartmann.  Foto: 

Ehrenamtliches Engagement spielt auch in der Gemeinde Braunsbach eine große Rolle. Eine Gruppe von Feuerwehrkameraden baut in Arnsdorf eine alte Scheune zum Bürgertreff um.

Es handelt sich zum großen Teil um dieselbe Personengruppe, die im Sommer den Lindenplatz in Rückertshausen hergerichtet hat. Die Arbeitsgruppe besteht aus Rolf Abel, Roland Metzger, Armin Abel, Harald Hartmann, Markus Vogt und Andreas Köhler. Andere Helfer kommen gelegentlich dazu.

Früher beherbergte das kleine Gebäude in Arnsdorf eine Schmiede. Später befanden sich in der Scheune ein Schweinestall und der Stellplatz für die Dreschmaschine. Im Dachboden war das Strohlager, im Keller ein Rübenlager.

"Die Wände waren verfault, es ist halt nichts gemacht worden", erzählt Rolf Abel. "Wir haben das Haus dann komplett entkernt, nur noch eine Wand und der Dachstuhl blieben erhalten", sagt Roland Metzger. "Für unsere Bürger war es aber wichtig, dass im Ort ein Treffpunkt für alle vorhanden ist", so Abel.

Während des Umbaus konnte die Gemeinde das alte Rathaus an eine junge Familie verkaufen. Mit dem Erlös wurde der Umbau finanziert. Außerdem schaute die Verwaltung darauf, dass Mittel aus dem Förderprogramm Entwicklung Ländlicher Raum (ELR) dazukamen. So bleiben an der Gemeinde keine Kosten hängen. 128.000 Euro stehen den Handwerkern zur Verfügung.

„Wir wollen keinen Stress, die Arbeit ist unser Hobby“

Seit Oktober 2013 trifft sich nun jeden Donnerstagabend ab 19 Uhr eine handwerklich geschickte Gruppe von Feuerwehrleuten, die Ideen einbringen und Hand anlegen. "Der Termin der Fertigstellung ist nicht so wichtig, wir wollen keinen Stress, die Arbeit ist unser Hobby", lacht Metzger.

Im Erdgeschoss sind zwei Toiletten eingerichtet, der gesamte Raum hat einen neuen Fußboden. Dort steht der Stolz der Feuerwehrmänner, das neue Feuerwehrauto, das die Gemeinde 2014 günstig von Obersontheim übernommen hat, weil das alte den Geist aufgab. Später wird aus Feuerschutzgründen eine Metalltreppe an der Außenseite nach oben ins Dachgeschoss führen. Derzeit werden dort Rigipsplatten montiert. Sie sollen später mit Rauputz angestrichen werden.

Parallel arbeiten mehrere Männer an der Elektroinstallation. Die alten Balken bleiben sichtbar und sind schön hergerichtet. Eine kleine Teeküche ist vorgesehen. Für gemütliche Wärme wird ein Pelletofen sorgen. "Wir haben den Ratstisch aus dem alten Rathaus eingelagert. Er wird hier als Mittelpunkt seinen Platz bekommen, die alten Stühle sind auch noch da", sagt Abel.

Roland Metzger erzählt, dass die Gruppe bis zur Fertigstellung wohl insgesamt zwei Jahre lang an dem Objekt arbeiten wird. "Wir haben einen guten Zusammenhalt, die Arbeit macht Spaß. Wir können sagen, da steht was, das einen Wert hat. Das Haus ist nicht zu groß, ohne Schnickschnack und es ist für die Allgemeinheit. Auch den Feuerwehrstandort wollen und brauchen wir." Rolf Abel ergänzt: "Das Ganze hat auch einen Werbeeffekt. Andere sagen, da bewegt sich was, da will ich auch mitmachen. So haben wir bereits ein neues Mitglied für die Feuerwehr bekommen." Im Sommer wird der Bürgertreff in Arnsdorf voraussichtlich fertiggestellt sein.

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