Bühlerzell investiert in Bildung und Betreuung fast 800.000 Euro

Grundschule und Kinderhaus gehören jetzt auch äußerlich sichtbar zusammen. Nach der Sanierung besticht das Schulhaus mit farbigen Akzenten.

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Bürgermeister Franz Rechtenbacher scheint der Unterricht bei Lehrerin Karin Grüger-Haag  Spaß zu machen.  Foto: 

Der Eingangsbereich in die Bühlerzeller Grundschule ist hell und freundlich. „Vorher fehlte hier das Oberlicht. Es war ein richtig dunkles Loch“, erinnert sich Bürgermeister Franz Rechtenbacher.

Die Flure sind jetzt leuchtend sonnengelb gestrichen, die ehemals dunklen Holzdecken haben eine weiße Lasur bekommen. Der Effekt ist erstaunlich: Zusammen mit den orangefarbenen Türen wirkt das Innere der Schule gleich viel moderner und kindgerechter.

Auch die Decken in den Klassenräumen sind weiß lasiert und die tapezierten Wände sind in einem angenehmen Lichtblau gehalten. „Das haben sich die Lehrer so gewünscht, es soll beruhigend wirken“, sagt Franz Rechtenbacher erläuternd. Dazu passt das naturfarbene Holz der neuen Holz-Aluminium-Fenster. „Vorher hatten wir Kunststofffenster, die energetisch gesehen miserabel waren“, stellt der Schultes fest. Im gesamten Gebäude wurden die Fenster und Oberlichter ausgetauscht, die Beleuchtung wurde erneuert und eine hochwertige Außendämmung eingebaut. Elektrisch bedienbare Jalousien beschatten die Fenster, wo vorher Vorhänge waren.

Schüler können im Sommer draußen unterrichtet werden

Zwei Räume am Ende der Klassenzimmerflure im Erdgeschoss und Untergeschoss, die bisher als Lager genutzt wurden, bieten jetzt Platz für kleinere Schülergruppen. „Als Lager nutzen wir jetzt einen Raum im Untergeschoss der Turnhalle, das ist ja gleich nebenan“, erklärt der Bürgermeister.

Die beiden Klassenzimmer im Untergeschoss, die durch den hinteren Eingang ebenerdig erreichbar sind, haben je eine Glastür nach außen bekommen. „Das ist wie ein zweiter Schulhof, dort ist es absolut ruhig und die Schüler können im Sommer auch mal draußen Unterricht haben. Und außerdem dienen die Türen als Fluchtweg“, meint der Bürgermeister.

In beiden Geschossen sind gläserne Brandschutztüren eingebaut worden. Alle Klassenzimmer, auch eines, das zu einem Gruppenraum für den  Kindergarten umfunktioniert wurde, sind medientechnisch so vorbereitet worden, dass ein WLAN-Anschluss, sprich ein kabelloser Internetzugang, möglich ist. Nachgerüstet werden müssen noch Anschlüsse für den Beamer. Nicht erneuert wurde der Bodenbelag in den Fluren – aus Kostengründen. „Mit der neuen Farbgebung fällt der Boden aber lang nicht mehr so auf wie vorher, als die Wände so ein helles Gelb hatten“, führt Franz Rechtenbacher aus.

Auch von außen ist das Gebäude jetzt wieder richtig schmuck. Farbig akzentuierte Pfeiler verbinden es optisch mit dem Kinderhaus. Nicht auf den ersten Blick erkennbar ist, dass auch das Dach komplett gedämmt und erneuert sowie die Fotovoltaikanlage zur Hälfte ausgetauscht wurde. Eine gelungene Idee hatte Architekt Lorenz Kraft mit dem gläsernen Gang zu den Schülertoiletten. Jetzt sind sie auch bei Regenwetter trockenen Fußes erreichbar.

Momentan steht Tischtennis in der Gunst ganz oben

In den letzten Tagen haben die Kinder den neuen Pausenhof mit vergrößertem Grünbereich in Besitz genommen. „Mit der Tischtennisplatte, dem neuen Basketballkorb, der Vogelnestschaukel und der Rutsche haben sie genug Bewegungsmöglichkeiten. Und ein Fußballtor wird demnächst auch noch aufgestellt“, meint der Bürgermeister. „Im Moment sind sie ganz wild aufs Tischtennisspielen“, berichtet Schulsekretärin Manuela Pfitzer. Das gesamte Gelände ist in Richtung Straße und Bushaltestelle mit dem gleichen Metallzaun wie beim Kinderhaus abgegrenzt.

Erleichtert ist Rechtenbacher, dass die Sanierung im Kostenrahmen bleibt. Zwar musste auf einige Extras verzichtet werden, weil die Förderung 200.000 Euro niedriger ausfiel als beantragt. Auch deshalb bleiben die Gesamtkosten unter 800.000 Euro. Das hatte sich der Gemeinderat als festes Ziel gesetzt.
 

Finanzierung

Zuschüsse Der Kostenanschlag liegt bei 830.000 Euro. An Zuschüssen bekam die Gemeinde 202.000 Euro aus der Schulbauförderung und 250.000 Euro aus dem Ausgleichstock. Die restlichen rund 378.000 Euro sind Eigenmittel.siba

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