Braunsbach hat in den letzten Jahren Millionen Euro in etliche Großprojekte gesteckt

Obwohl Braunsbach eine finanzschwache Kommune ist, wurde in jüngster Vergangenheit viel investiert. Jetzt steht eine Haushaltskonsolidierung an. Aber es wird trotzdem nichts still stehen.

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    Ein gemeinsames Projekt der Kommune und des TSV Braunsbach: Im Kochertal entsteht derzeit ein Kunstrasenspielfeld mit großem ehrenamtlichen Engagement. Foto: 
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Genau aufzuzählen, was sich alleine in den letzten zehn Jahren alles in auf Braunsbacher Gemarkung getan hat, würde jeden Rahmen sprengen. Auch wenn die Kommune nicht über sprudelnde Quellen an Gewerbesteuer verfügt und eigentlich jeden Euro umdrehen muss, wurden etliche Großprojekte geschultert.

Allerdings klappte vieles nur mit Zuschussmitteln, beispielsweise dem Ausgleichsstock des Landes Baden-Württemberg, dank dem Vorhaben auch in finanzschwächeren Gemeinden umgesetzt werden können. Als eine der wenigen Kommunen hat Braunsbach meist zwei Projekte in einem Jahr so finanzieren können. Dazu kamen Zuschüsse aus anderen Fördertöpfen wie aus dem Entwicklungsprogramm Ländlicher Raum (ELR) oder auch von der EU.

Frank Harsch hat viele Beispiele

Beispiele kann Bürgermeister Frank Harsch da viele nennen. "Da wäre die Sanierung des Rabbinats und der Ausbau der Kleinkindbetreuung", sagt er.

Im Erdgeschoss ist das Museum untergebracht, das an die jüdische Kultur im Ort erinnert. Im Obergeschoss werden die Kinder aus der Gemeinde betreut. Auch eine Sanierung und ein teilweiser Ausbau der Grundschule für die Kleinkindbetreuung stand an - und um weiteren Platz zu schaffen die Umgestaltung des Kindergartens. Auch die Schulküche wollte saniert sein.

Die Grundschule bekam eine bessere Wärmedämmung - auch durch neue Fenster. Ein PC-Raum wurde ebenfalls eingerichtet, der Schulhof erweitert - und nicht zuletzt an der Grundschule für die Kleinkinder ein Außenbereich geschaffen.

Gerade im Bereich Betreuung will Braunsbach weiter investieren. "Aufgrund des hohen Zuzugs an Familien in der Gemeinde Braunsbach werden mittelfristig weitere Räumlichkeiten für die Kleinkinder und Kindergartenkinder benötigt", berichtet der Schultes. Da ist Handeln gefragt.

An vielen anderen Stellen hat Braunsbach etliche seiner Hausaufgaben erledigt. Millionen Euro flossen in die zentralisierte Kläranlage in Döttingen und den Anschluss weiterer Orte. Gerade in diesem Ortsteil lief ein weiteres Großprojekt über die Bühne: Die vom Kocherhochwasser gefährdeten Bereiche wurden mit Dämmen besser geschützt. Auch dafür wurden Beträge jenseits der Millionen-Euro-Grenze gesetzt, um die Probleme in den Griff zu bekommen.

Doch damit nicht genug. In den Ortsteilen entstanden Bürgerhäuser - oft mit ehrenamtlichen Engagement der Einheimischen. In Jungholzhausen ist dabei sogar ein Hattrick gelungen: Dort sind Bürgerhaus, Bauhof und das Domizil der Feuerwehr gleich an einem Fleck gebaut worden, was Synergieeffekte nach sich zog.

Apropos: Auch in die öffentliche Sicherheit der Bürger hat die Kommune Geld gesteckt. Nach Jungholzhausen kam laut dem neuen Konzept der Freiwilligen Feuerwehr ein neues Löschgruppenfahrzeug. Der Mannschaftstransportwagen, der in die Jahre gekommen war, ist inzwischen ersetzt worden.

Kunstrasenfeld: Traum des TSV gemeinsam erfüllen

Wunsch Jahre hat der TSV Braunsbach um ein Kunstrasenspielfeld gekämpft. Nicht nur für die Fußballer, die in der Bezirksliga spielen, auch für die Jugendarbeit hält der Verein einen bei jedem Wetter bespielbaren Platz für sinnvoll. Schließlich war auch der Gemeinderat überzeugt, dass im Kochertal ein Sportpark entstehen soll - mit Skaterfläche und einem Beachvolleyballfeld.

Rückschlag Eine Hiobsbotschaft aus Stuttgart - und das Projekt drohte zu scheitern: Das Land versagte die Zuschüsse aus dem Ausgleichsstock. Durch zahlreiche Spenden, Privatkredite von Mitgliedern und großem ehrenamtlichen Engagement von Helfern direkt vor Ort, das die geplanten Baukosten senkt, entsteht der Kunstrasen nun doch noch.

FÄR

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