Brand im Asylbewerberheim: Gutachten entlastet 38-Jährigen etwas

Vor gut einem Monat hat es in dem Asylbewerberheim im Steinbeisweg gebrannt. Gegen einen 38-Jährigen besteht jetzt kein dringender Tatverdacht mehr. Die Schadenssumme hat sich deutlich erhöht.

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Nach dem Brand stand ein 38 Jahre alter Bewohner des Asylbewerberheims unter dringendem Tatverdacht. Er soll das Feuer gelegt haben, war unmittelbar nach dem Feuer von der Polizei zu hören. Inzwischen ist der Tatverdacht gegen den Mann nicht mehr dringend, teilt der Sprecher des auch für den Landkreis Schwäbisch Hall zuständigen Polizeipräsidiums Aalen, Klaus Hinderer, mit.

Mittlerweile liegt ein rechtsmedizinisches Gutachten vor, dass sich mit den schweren Verletzungen des 38-Jährigen befasst. "Die Hautverletzungen, die der Mann hatte, ließen nicht auf Hitzeeinwirkung schließen", sagt der Sprecher. Das Gutachten habe den Tatverdacht etwas reduziert. Der Verdacht selbst bestehe aber immer noch. Der Mann ist nach der Haftprüfung aus der Untersuchungshaft entlassen. Er äußert sich nicht. Zum Zeitpunkt der Tat war der 38-Jährige betrunken, sagt Hinderer. Weitere Verdächtige gebe es derzeit nicht. "Es wird weiter ermittelt", sagt der Polizeisprecher.

Die Höhe des Schadens, den der Brand verursacht hat, ist sehr viel höher als ursprünglich angenommen. Man sei erst von etwa 5000 Euro ausgegangen, sagt Hinderer. Dass jetzt von etwa 60.000 Euro Schaden gesprochen werden muss, liege wohl vor allem an Schönheitsreparaturen, die wegen des Feuers gemacht werden müssten.

Der Brand wurde laut Hinderer mit großer Wahrscheinlichkeit im Haus gelegt. Dass jemand für das Feuer verantwortlich gewesen sein könnte, der im Freien vor dem Gebäude stand, dafür gebe es "überhaupt keinen Anhaltspunkt", betont Hinderer. Dafür spräche auch die Aussage eines Zeugen. Auch für einen rechtsextremistischen Hintergrund der Tat gebe es keine Hinweise.

Bei dem Brand in der Nacht zum 8. März wurden sieben Menschen verletzt. Unter ihnen waren auch zwei Kinder.

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