Bodenplatte und Vorarbeiten im Winter

Der Wiederaufbau des Michelfelder Bauhofs bleibt kompliziert.

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Am Dienstagvormittag haben Architekt Gerhard Schambach (von links), Bürgermeister Wolfgang Binnig und der stellvertretende Bauhofleiter Andreas Ewert bei einem Vor-Ort-Termin auf dem Gelände des abgebrannten Michelfelder Bauhofs über die weitere Planung gesprochen.  Foto: 

Auch in den Sommerferien laufen die Planungen für den Wiederaufbau des Michelfelder Bauhofs auf Hochtouren. Bei einem Vor-Ort-Termin am Dienstagvormittag haben Architekt Gerhard Schambach, Bürgermeister Wolfgang Binnig und der stellvertretende Bauhofleiter Andreas Ewert weitere Planungsoptionen besprochen. „Es ging vor allem darum, ob wir den noch stehenden Teil des alten Anbaus weiter nutzen können“, sagt Binnig auf Nachfrage. Einen Teil könne man stehen lassen, das sei technisch machbar. Bis Ende der Woche werde der Architekt dies in die momentane Planung einarbeiten.

Realistische Planung

Nach der Sommerpause, am 13. September, wird der Arbeitskreis, der extra zum Wiederaufbau des Bauhofs gebildet worden ist zum nächsten Mal zusammentreten. Dann soll die Gesamtplanung inklusive vorläufiger Kostenfeststellung endgültig ausgearbeitet werden. Der Gemeinderat soll dann bei seiner nächsten Sitzung am 27. September abschließend entscheiden. „Wir müssen jetzt einfach weiterkommen“, sagt Bürgermeister Binnig. Am Ziel – der Inbetriebnahme des neuen Bauhofs Ende des kommenden Jahres – habe sich nichts geändert. Die Planung sei durchaus realistisch. „Wenn wir im September auch schon an die Ausschreibungen gehen, könnte schon in der Winterzeit die Bodenplatte für das neue Gebäude gegossen werden“, so Binnig. Der Bau selbst falle nicht so aufwändig aus, da man auf fertige Industriebauteile mit Stahlkonstruktionen zurückgreifen werde.

Die Verhandlungen mit der WGV, der Württembergischen Gemeindeversicherung, sind derweil immer noch nicht abgeschlossen, bestätigt der Schultes. Einig sei man sich bei der Fläche des neuen Gebäudes. Klärungsbedarf gebe es noch beim Thema Raum innerhalb des Bauhofs. „Das ist schon eine langwierige Sache“, so Binnig. „Das wusste ich aber schon, als ich im September 2016 vor dem brennenden Bauhof stand.“ Man stehe vor derselben Problematik wie die Braunsbacher Verwaltung bei der Frage der Sanierung der Burgenlandhalle – Beschädigungen durch Wasser oder Feuer gehörten zu den Elementarschäden. „Und: Auch wir müssen bei der Neuplanung neue gesetzliche Vorgaben umsetzten“, unterstreicht der Bürgermeister.

Grundsätzlich entscheiden

Für die Ausstattung des Bauhofs mit den entsprechenden Fahrzeugen hat der Gemeinderat in seiner vergangenen Sitzung schon grünes Licht gegeben. Diese werden in den kommenden Tagen von der BAG in Hall abgeholt. Man hat sich im Arbeitskreis, zu dem neben dem Bürgermeister weitere Vertreter der Verwaltung, Architekt Schambach und die Gemeinderäte Gottlieb Wieland, Christoph Knirsch und Martin Bauer gehören, für gebrauchte Dieselfahrzeuge entschieden. „Da gibt es ein großes Angebot auf dem Markt“, so Wieland im Gemeinderat.

In der Sitzung des Gremiums hatten indes Antje Kraft und Volker Mauss vorgeschlagen, bei den noch zu beschaffenden Transportern und Pritschenwagen auf umweltfreudlichen Gasantrieb zu setzen. „Wir prüfen das zurzeit“, sagt Bürgermeister Binnig. „Das hat der Gemeinderat dann auch noch grundsätzlich zu entscheiden.“ Er gibt aber zu bedenken: „Wenn wir das machen, werden wir bei der Finanzierung nicht mehr nur mit einem blauen Auge davonkommen.“ Gasbetriebene Fahrzeuge seien zurzeit auf dem Gebrauchtmarkt kaum zu bekommen. Über einen Umstieg in ein paar Jahren könne man auch nachdenken.

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