Besuch aus Israel - Historikerin informiert sich über das KZ-Außenlager Hessental

Informationen über das Leben im KZ Hessental: Die israelische Historikerin Prof. Dr. Idit Gil erforscht das Schicksal von über 2000 jüdischer Männer.

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Siegfried Hubele von der KZ-Initiative Hessental führt die Historikerin Idit Gil über die Gedenkstätte. Privatfoto

Idit Gil besuchte eine Woche lang KZ-Gedenkstätten in Baden-Württemberg, deren Lager vor 1945 als Außenlager des Konzentrationslagers (KZ) Natzweiler (Vogesen) von den Nationalsozialisten betrieben wurden. Gil ist unter anderem wissenschaftliche Mitarbeiterin des United States Holocaust Memorial Museum in Washington und erforscht als Schwerpunkt den Transport der über 2000 jüdischen Männer aus Radom (Polen) über Auschwitz ins KZ Vaihingen. Von dort wurden Häftlinge ins Hessentaler Lager weitertransportiert. Gils Onkel kam als Häftling im KZ Bisingen im Zollernalbkreis ums Leben, wo die Häftlinge ebenfalls aus der Radomer Gegend stammten.

In Hessental interessierte sie sich vor allem für die Lebensumstände der Häftlinge und deren Einsatzorte zur Zwangsarbeit. Mitglieder des Vereins zeigten ihr die Gedenkstätte, aber auch die damaligen Orte der Arbeitseinsätze wie Flughafen und Steinbruch, ebenso den Steinbacher jüdischen Friedhof. Beim Austausch von Dokumenten konnten Gil und die Mitglieder des Vereins neue Informationen zu den Ereignissen im Hessentaler Lager erfahren. So wird Gil dem Verein die Tagebuchaufzeichnungen eines Hessental-Häftlings zur Verfügung stellen.

Tief beeindruckt zeigte sie sich von der Gestaltung der Hessentaler Gedenkstätte. In das Gästebuch schrieb sie: "Vielen Dank, dass Sie die Erinnerung an die 800 Häftlinge wach halten. Es ist nicht einfach mit der Vergangenheit umzugehen. Sie sind sehr mutig. Das Böse darf nicht akzeptiert werden."

Die israelische Historikerin Prof. Dr. Idit Gil
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