Beim Verbrennen gelten Regeln Kreisfeuerwehrverband: Abstände einhalten, Funkenflug vermeiden

Wenn es wärmer wird, widmen sich viele Wald-, Garten- und Hausbesitzer einer ihrer liebsten Beschäftigungen: der Garten- und Grundstückspflege. Doch wohin mit den pflanzlichen Abfällen?

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In vielen Gemeinden gibt es Wertstoffhöfe oder Reisigsammelplätze. Die Mitarbeiter der jeweiligen Verwaltung oder die des Landratsamtes können bei Fragen helfen. Immer öfter werden diese pflanzlichen Abfälle aber nicht über diesen Weg entsorgt, sondern verbrannt. Doch es gibt Punkte, die berücksichtigt werden sollten, meldet sich der Kreisfeuerwehrverband zu Wort.

Rechtsgrundlage für das Verbrennen von Reisig ist demnach die "Verordnung der Landesregierung über die Beseitigung pflanzlicher Abfälle außerhalb von Abfallbeseitigungsanlagen".

"Pflanzliche Abfälle dürfen nur außerhalb der Ortsbebauung auf dem Grundstück, auf dem sie anfallen, verbrannt werden - soweit sie aus landbautechnischen Gründen oder wegen ihrer Beschaffenheit nicht in den Boden eingearbeitet werden können", fasst Kreisbrandmeister Werner Vogel den Gesetzestext zusammen. Das Schnittgut müsse zur Verbrennung zu Haufen oder Schwaden zusammengefasst werden. Flächenhaftes Abbrennen sei verboten. Die Abfälle müssten so trocken sein, dass sie unter möglichst geringer Rauchentwicklung verbrennen. Das Feuer müsse ständig kontrolliert werden, sodass durch Rauch und Funkenflug keine Gefahren entstünden. Die Abstände zu benachbarten Grundstücken und gefährdeten Objekten müssten beachtet werden. "Die Mindestabstände betragen 200 Meter zu Autobahnen, 100 Meter zu Bundes-, Landes-, und Kreisstraßen und 50 Meter zu Gebäuden und Baumbeständen", erläutert Vogel.

Bei starkem Wind und in der Zeit zwischen Sonnenuntergang und Sonnenaufgang dürfe kein Feuer entfacht werden. Feuer und Glut müssen beim Verlassen der Feuerstelle erloschen sein. Die Verbrennungsrückstände sind alsbald in den Boden einzuarbeiten.

Das Verbrennen von größeren Mengen pflanzlicher Abfälle sei dem Bürgermeisteramt, dem Ordnungsamt, der Polizei oder der Rettungsleitstelle rechtzeitig zu melden. Die Leitstelle ist rund um die Uhr unter der Nummer 0791/19296 zu erreichen.

Komme es trotz einer ordnungsgemäßen Anmeldung zum Notruf, sei der Disponent verpflichtet, dieser "Brandmeldung" nachzugehen und die Feuerwehr zu alarmieren.

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