Bechtle stürmt weiter

So kann es ja wohl nicht weitergehen, meinten die Bechtle-Manager am Ende des zurückliegenden Rekordjahres. Es geht aber so weiter. Umsatz und Ergebnis werden sich wohl nochmals deutlich verbessern.

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Das Geschäft mit Personal Computern bricht ein, macht Bechtle-Vorstandsvorsitzender Thomas Olemotz deutlich. Gefragt ist mobile Technik.  Foto: 

Bechtle beeindruckt selbst das Parkett. Allein gestern legte das Papier zum Börsenstart deutlich zu. Um mehr als 5 Prozent schoss der Wert des Anteilscheins nach oben nachdem Vorstandschef Thomas Olemotz mit Analysten telefoniert hatte.

Bereits im Mai gab das Unternehmen den bisher größten Auftrag der Unternehmensgeschichte bekannt. Die Großorder von VW läuft über vier Jahre. Im Markt hatte dieser Auftrag Aufsehen erregt. Dies beflügelte die Phantasie der Analysten und Anleger weiter. Gestern erreichte das Papier kurz nach Eröffnung der Börsen einen Wert von nahezu 85 Euro. Das Bankhaus Lampe sowie die DZ-Bank empfehlen, Bechtle zu kaufen.

Bechtle ist schuldenfrei

Am Freitag gab das Unternehmen seine Zahlen für das zweite Quartal bekannt. Dabei wurde deutlich: Es geht stürmisch weiter. Der Umsatz wächst dynamisch mit einem Plus von 13,6 Prozent im Vergleich zum Vorjahreswert. Die Profitabilität (gemessen am Vorsteuerergebnis) steigt um 15,5 Prozent. Nicht zuletzt äußerst sich die Entwicklung des Dienstleisters für IT-Technik auch an der Zahl der Mitarbeiter die benötigt werden, um die Aufgaben zu leisten. Bechtle beschäftigt 545 Menschen mehr als vor einem Jahr - insgesamt gesehen sind das aktuell 6938 Mitarbeiter.

Bechtle ist außerdem flüssig - dem Unternehmen, das einen wesentlichen Teil seiner Buchhaltung in Gaildorf hat, stehen liquide Mittel (Geld, kurzfristig veräußerbare Wertpapiere) in Höhe von 136,3 Millionen Euro zur Verfügung. Die Nettoverschuldung ist negativ. "Das heißt, Bechtle ist schuldenfrei", schreibt das Unternehmen.

"Sehr positiv", "kerngesund" "stark verbessert", die Beschreibungen des Vorstandsvorsitzenden Thomas Olemotz bei der gestrigen Telefonkonferenz waren alles andere als zurückhaltend. Der Bechtle-Boss sprach aber auch von Schwächen in Teilmärkten. Doch auf das Unternehmen, dessen oberster Aufseher der ehemalige Haller Bausparkassen-Chef Matthias Metz ist, haben sich diese so gut wie nicht ausgewirkt. Der Hardware-Bereich steht unter erheblichem Druck, Wachstumtreiber sind Software, Vernetzungen und Sicherheit.

Info Gesteuert wird der Bechtle-Konzern mit weit über 100 Tochtergesellschaften in 14 Ländern von Neckarsulm aus. Das Kerngeschäft von Bechtle umfasst den Handel mit PCs, Monitoren, Druckern, Software und Netzwerken für Unternehmen und öffentliche Auftraggeber sowie die Beratung, Planung, Einrichtung, Installation und den Betrieb der Geräte.

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