Bausparkassen-Mitarbeiter streiken im Biergarten

Im Haller Biergarten auf dem Unterwöhrd haben sich am Donnerstagvormittag Beschäftigte der Bausparkasse zu einem Warnstreik versammelt. Auch am Freitag streiken sie. <i>Mit Bildergalerie.</i>

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400 Mitarbeiter der Haller Bausparkasse kommen gestern auf dem Unterwöhrd zusammen. Sie haben im Biergarten für mehr Lohn gestreikt.  Foto: 

Neben den Sonnenschirmen des Biergartens auf dem Unterwöhrd stehen weitere Schirme der Gewerkschaft Verdi. Zwar hört man keine Trillerpfeifen oder Tröten, aber trotzdem wird am gestrigen Donnerstagvormittag gestreikt. 400 Beschäftigte der Bausparkasse Schwäbisch Hall und der Tochter Facility Management (SHF) sind dem Warnstreik-Aufruf von Verdi gefolgt. Am heutigen Freitag wird ebenfalls gestreikt, aber ohne Kundgebung.

„Beim letzten Mal sind wir marschiert und waren laut. Jetzt wollten wir etwas Gemütliches machen“, erklärt Frank Hawel, Verdi-Landesfachbereichsleiter für Finanzdienstleistungen. Am 24. Juni hatten rund 500 Mitarbeiter vor dem Bausparkassen-Gebäude mit Pfeifen, Tröten und Plakaten höhere Gehälter gefordert. Hawel schätzt, dass diesmal rund 700 Bausparkassen-Mitarbeiter dem Aufruf gefolgt sind. „Es sind viele in den Biergarten gekommen. Manche bleiben heute aber auch einfach zuhause.“

Die Forderungen der Gewerkschaft haben sich seit Juni nicht verändert: 4,9 Prozent mehr Gehalt. Die Arbeitergeber böten im Moment nur eine Erhöhung von umgerechnet 0,85 Prozent pro Jahr auf drei Jahre, so Hawel. Auch bei der SHF geht es beim Haustarif um mehr Geld. Die Bausparkasse bietet für das Tochter-Unternehmen eine Erhöhung in drei Stufen um 1,2, 1,4 und 0,4 Prozent auf 30 Monate.

„Ihr seid keine Nullnummern“, sagt Hawel und wiederholt damit die Parole vom Warnstreik in Juni. Die Bausparkasse und Wüstenrot seien laut Hawel die einzigen Banken bundesweit, die an zwei Tagen in den Streik treten. „Ihr seid die Speerspitze“, ruft der Verdi-Fachbereichsleiter den Streikenden auf dem Unterwöhrd zu.

Hawel nennt bei seiner Rede Vergleichswerte. Er verweist auf den Abschluss der branchengleichen Sparkassen-Beschäftigten nach dem Tarifvertrag für den öffentlichen Dienst (TVöD): Sie bekommen 2,4 Prozent mehr. Die Mitarbeiter der Postbank bekommen seit Anfang des Jahres 2,1 Prozent mehr.

Hawel macht deutlich, dass der Tarifabschluss für die Bankbeschäftigten Signalwirkung für die Haustarifverträge hat. An diesem Ergebnis würden sich die anderen Verhandlungen orientieren. Heute steht die vierte Verhandlungsrunde in Wiesbaden an. Die Gespräche über den Haustarif für die SHF sollen laut Hawel am 20. Juli mit der Bausparkasse geführt werden.

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