Ballons im Gefäß und beschichtete Stents

Bei einem gefäßmedizinischen Symposium in der Bausparkasse geht es um die Schaufensterkrankheit. Mediziner referieren vor etwa 90 Kollegen.

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„Gefäßerkrankungen sind ein weit verbreitetes Leiden, von dem immer mehr Menschen betroffen sind“, teilt das Diak in einer Pressemitteilung mit. Die häufigste Gefäßerkrankung sei die Arteriosklerose, eine Verkalkung von Schlagadern. Folgen könnten etwa Schlaganfälle, Herzinfarkte oder die „Schaufensterkrankheit“ sein. Letztere habe eine Verkalkung der Schlagadern im Bereich der Becken- oder Beinschlagadern zur Ursache. Sieben Prozent aller 70-jährigen leiden laut Mitteilung darunter.

Zum Gefäßsymposium kamen etwa 90 Besucher, die von den Diak-Medizinern Professor Martin Libicher und Privatdozent Dr. Claus-Georg Schmedt begrüßt wurden. Diskutiert wurde über Neuigkeiten bei der Therapie der Schaufensterkrankheit. Dr. Britta Vogel, Oberärztin vom Uniklinikum Heidelberg, stellte die Methode der „Drug-Coated-Balloons“ vor. Bei dieser Methode wird ein Ballon in das verengte Gefäß eingeführt, um es anschließend zu weiten.

Bei der Methode der „Drug-Eluting Stents“ hingegen wird ein Stent  mit Medikamenten beschichtet. Welche Zukunft diese Methode hat, machte Professor Markus Zähringer vom Marienhospital in Stuttgart, deutlich.

Trotz der technischen Fortschritte im Bereich der Behandlung der Schaufensterkrankheit mit Ballons und Stents sei die offene Operation von Gefäßverengungen und Verschlüssen in einigen Fällen unvermeidlich.  Schmedt, Chefarzt der Klinik für Gefäßchirurgie am Diak, zeigte dies anhand einiger Beispiele.  Erst wenn alle anderen Methoden ausgeschöpft wurden, wird eine Operation geplant.

So sind die Gefäßchirurgen in den meisten Fällen mit weit fortgeschrittenen Krankheitsbildern konfrontiert. „Neben der erfolgreichen Wiederherstellung der Durchblutung stellen auch eine optimale Diagnostik, medikamentöse Therapie, Wundbehandlung und pflegerische Betreuung Grundvoraussetzungen für den Therapieerfolg dar“, so der Mediziner.

Libicher zeigte, wie die einzelnen diagnostischen und therapeutischen Schritte für jeden Patienten abgestimmt werden. In einem wöchentlichen Gefäßkolloquium treffen sich alle beteiligten Diak-Fachabteilungen und besprechen für jeden Patienten einen optimierten Therapieplan, heißt es in der Mitteilung.

Dr. Karin Pfister, leitende Oberärztin am Universitätsklinikum Regensburg, sprach über blutverdünnende Medikamentengabe vor operativen Eingriffen.  Zum Thema „Cholesterinlüge“ sprach Dr. Lothar Jahn, Chefarzt der Klinik für Kardiologie und Angiologie am Diak.

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