Ausschuss bringt Umsetzung des kreisweiten Energie- und Klimaschutzkonzeptes auf den Weg

Das Konzept steht. Die Umsetzung auch per Klimaschutzmanager rückt in den Fokus. Nachfragen gibt es zum Kohlendioxid-Ausstoß.

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„Mit einem Kohlendioxid-Ausstoß von 11,45 Tonnen pro Einwohner pro Jahr liegt der Landkreis Schwäbisch Hall über dem bundesweiten Durchschnitt von knapp zehn Tonnen pro Einwohner pro Jahr. Woher kommt das? Aus der Industrie, aus dem Verkehr?“, fragen Nikolaos Sakellariou (SPD) wie auch Friedrich Zahn (ÖDP) in der vergangenen Sitzung des Technik- und Umweltausschusses im Landratsamt nach.

„Das liegt vor allem am Verkehrssektor, auf den mit 49 Prozent der größte Anteil der Kohlendioxid-Emissionen fällt“, antwortet Daniela Windsheimer vom Büro Infas enermetic aus Greven. Das Fachbüro hat das integrierte Energie- und Klimaschutzkonzept für den Landkreis entwickelt. Das sei kein ungewöhnlicher Wert, relativiert Daniela Windsheimer die überdurchschnittlich hohe Zahl zum Kohlendioxid-Ausstoß im Landkreis, verweist auf strukturell vergleichbare Flächenlandkreise und nennt als Beispiel den Hohenlohekreis, in dem die Werte „in einem ähnlichen Bereich liegen“.

Wesentliche Ziele zum Thema Klimaschutz lauten: Reduktion der Kohlendioxid-Emissionen um 40 Prozent bis zum Jahr 2030 und um 85 Prozent bis 2050. Zudem soll die Verringerung des Endenergiebedarfs um 15 Prozent bis 2030 und um 50 Prozent bis ins Jahr 2050 erreicht werden.  Die wichtigsten Potenziale zur Verringerung des Endenergieverbrauchs werden in der Sanierung von Gebäuden gesehen. Das Konzept wurde unter anderem in zehn Workshops, mehreren Gesprächsrunden sowie internen Abstimmungen entwickelt. Es setzt sich aus insgesamt 47 Einzelmaßnahmen zusammen, die in fünf Handlungsfeldern gebündelt sind. Das Handlungsfeld 1 „Der Kreis macht’s vor“ beinhaltet beispielsweise die Bildung verwaltungsinterner Energieteams, die Erstellung eines jährlichen Energieberichts und die Einstellung eines Klimaschutzmanagers. Eine solche zusätzliche Personalstelle soll ab 2017 beim Landkreis geschaffen werden, um die Umsetzung des Konzepts voranzubringen, den Prozess nachhaltig zu unterstützen und zu beschleunigen.

Die Verwaltung soll einen Antrag auf eine mögliche 65-prozentige Förderung dieser Stelle aus Bundesmitteln auf den Weg bringen. Zudem soll ein nachhaltiges Klimaschutzcontrolling aufgebaut werden. Der Kreistag wird voraussichtlich in seiner nächsten Sitzung am 26. Juli dazu entscheiden.

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