Arbeiten mal anders: Manager und Azubis von Ziehl-Abegg packen im HFM an

Ein Mühlrad in Gang setzen, die Hofeinfahrt pflastern, Leuchten installieren – Auszubildende und Manager des Ventilatorenentwicklers Ziehl-Abegg arbeiten zusammen. <i>Mit Bildergalerie.</i>

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Exportleiter Thomas Brommer (von rechts) packt beim interkulturellen Training mit an. Ebenso die Geschäftsführer Max Mitgutsch (Österreich), Mirco Herrmann (USA), Alen Bouwer (Australien) und Alexander Fuchs (Deutschland).  Foto: 

„Gemeinsam anpacken“ lautet die Devise bei Ziehl-Abegg im Hohenloher Freilandmuseum Wackershofen: Geschäftsführer der Tochterunternehmen aus allen Kontinenten haben zusammen mit Auszubildenden und Vertriebsexperten der Zentrale Hand angelegt.

„Ich habe die ausländischen Manager nicht als Geschäftsführer, sondern als Teammitarbeiter gesehen“, sagt Maximilian Walz rückblickend. Der 19-Jährige aus Schöntal-Marlach lernt Industriemechaniker. Auch Moritz Wrubel, der Mechatroniker im zweiten Lehrjahr ist, lobt die gemeinsame Aktion: „Ich habe mit den Managing Directors aus Singapur, Indien und Spanien zusammengearbeitet – und es hat richtig Spaß gemacht“, sagt der 19-Jährige aus Pfedelbach-Gleichen.

„Wir sind in weit mehr als 100 Ländern geschäftlich aktiv; daher ist das Verständnis für andere Kulturen bei uns im Tagesgeschäft fest verankert und wird von allen Mitarbeitern gelebt“, betont der Vorstandsvorsitzende Peter Fenkl. Einmal wegen des Kontakts zu den weltweiten Kunden und einmal im Hinblick auf die Willkommenskultur für ausländische Mitarbeiter an den deutschen Standorten. „Wenn der Geschäftsführer von Ziehl-Abegg Südafrika zusammen mit einem angehenden Mechatroniker im Team handwerklich arbeitet, profitieren beide davon“, sagt Fenkl.

Was alles sehr theoretisch klingt, war beim Einsatz in Wackershofen praxisbezogen:  Der 17-jährige angehende Industriemechaniker Tobias Glattbach aus Ravenstein-Bellenberg war anfangs etwas skeptisch: „Ich dachte, die Manager kommen und übernehmen die Bauleitung.“ Aber so war es nicht: „Nachdem wir den Geschäftsführern gezeigt hatten, was wie zu tun ist, haben sie das auch gemacht.“ Sein Team hat die mehr als 60 Meter lange hölzerne Wasserzuleitung für die alte Sägemühle gebaut und installiert.

Das Freilandmuseum Wackershofen profitiere von dieser Aktion in mehrfacher Hinsicht, schreibt das Unternehmen in einer Pressemitteilung: Denn Ziehl-Abegg hat nicht nur die Arbeitskräfte gestellt, sondern auch alles Material bezahlt. „Wir haben an vielen Stellen gewonnen“, sagt Museumsleiter Michael Happe. Viele Wünsche sind erfüllt worden: Von der Sägemühle ist die Verbindung zum gut 60 Meter entfernten Teich gelegt worden; zudem gibt es für die Besucher direkt hinter dem Kassenhaus einen Treffpunkt: den Ziehl-Abegg-Pavillon. Weiter werden die beeindruckenden Dachgebälkkonstruktionen einer alten Kelter sowie einer historischen Scheune nun mit LED-Strahlern beleuchtet. „Und das gespendete Elektrofahrzeug wird uns die tägliche Arbeit im weitläufigen Gelände erleichtern“, meint der Museumsleiter. „Rechnet man Material- und Personalkosten zusammen, sprechen wir von einer mittleren fünfstelligen Summe“, sagt der Vorstandschef.

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