Arbeiten für eine New-York-Reise

Er hat kürzlich sein Abitur bestanden. Valentin Koch (18) aus Künzelsau nutzt nun seine Freizeit, um sich Geld für einen USA-Trip zu verdienen. Bei Würth verpackt er Baumaterial in Kartons.

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  • Valentin Koch steht vor dem Betriebsgelände der Firma Würth in Gaisbach. Der 18-jährige Abiturient hat dort einen Ferienjob, um sich eine Reise in die USA zu finanzieren. 1/2
    Valentin Koch steht vor dem Betriebsgelände der Firma Würth in Gaisbach. Der 18-jährige Abiturient hat dort einen Ferienjob, um sich eine Reise in die USA zu finanzieren. Foto: 
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"Ich mache das dritte Jahr in Folge einen Ferienjob bei Würth", erzählt Valentin Koch. Der 18-Jährige aus Künzelsau hat dieses Jahr sein Abitur am Ganerben-Gymnasium in Künzelsau abgelegt und bereitet sich nun ein Jahr lang auf die Aufnahmeprüfung für das Musikstudium vor.

"Die ersten beiden Jahre habe ich in der Abteilung, die sich mit der Retoure befasst, gearbeitet. Dort werden Sachen wie etwa Reklamationen erledigt. Aber da ich jetzt volljährig bin, habe ich mich dieses Jahr in einer anderen Abteilung beworben, in der man im Schichtbetrieb arbeitet", berichtet er. Eine Woche verbringt der Ferienjobber in der jeweiligen Schicht. Die Frühschicht beginnt um 5 und endet um 14 Uhr. In der nächsten Woche fängt Koch um 14 Uhr in der Spätschicht an. Um 23 Uhr darf er nach Hause.

In seiner diesjährigen Abteilung, im Versand, gibt es drei verschiedene Tätigkeiten, von denen der Abiturient jeden Tag jeweils zwei macht. Das Ganze läuft nach einem Rotationsplan ab, damit die Arbeit nicht zu eintönig wird.

An der ersten Station muss Koch verschiedene Artikel, die aus dem Lager in einer Plastikschüssel geliefert werden, in Kartons umpacken. An einem Computer wird angezeigt, welcher Kunde wie viele Artikel bekommt. Die zweite und dritte Station sind sich ziemlich ähnlich. Dort geht es darum, die Kartons entweder mit Papier (zweite Station) oder mit chemischem Schaum (dritte Station) auszustopfen, den Lieferschein hineinzulegen und zu verschließen.

Wenn man das erste Mal bei Würth arbeitet, erhält man den Mindestlohn von 8,50 Euro, aber in jedem weiteren Jahr bekommt der Arbeitnehmer ein bisschen mehr Geld. Zudem wird vor 6 und nach 20 Uhr eine Schichtzulage fällig. Allerdings dürfen nur Volljährige im Schichtbetrieb arbeiten.

"Wenn ich einen Ferienjob mache, brauche ich immer ein Ziel, auf das ich hinarbeite. Schon allein, um die Motivation nicht zu verlieren", erzählt er. Dieses Jahr arbeitet er, um sich eine Reise in die USA, genauer gesagt nach New York, finanzieren zu können.

Koch kommt mit dem Fahrrad zur Arbeit

"Da ich nur einen Ort weiter wohne, konnte ich jeden Tag mit dem Fahrrad zur Arbeit fahren", erzählt Valentin Koch. Obwohl der angehende Musikstudent sich sicher ist, dass er später einmal nicht in dieser Branche tätig sein möchte, beziehungsweise generell nicht in einem Lager arbeiten möchte, kann er den Ferienjob weiterempfehlen. "Auch wenn man wegen der Schichtzeiten unter der Woche kaum etwas anderes unternehmen kann, hat mir der Ferienjob trotzdem gut gefallen und Spaß gemacht", bilanziert Koch.

Zur Serie Während der Sommerferien stellen wir jede Woche einen Jugendlichen vor, der sich mit einem Ferienjob etwas Geld verdient.

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