Ansätze für einen Krimi

Spuren der Vergangenheit haben mehr als 30 Interessierte bei einem Rundgang durch Bibersfeld entdeckt. Der Arbeitskreis Dorfgeschichte hatte eingeladen.

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Gisela Färber vom Arbeitskreis Dorfgeschichte Bibersfeld erzählt den mehr als 30 Besuchern Geschichten der alten Häuser.  Foto: 

Tod eines Jungen in der Margarethenkirche, Rauch im alten Schafstall, Kriegsgefangene im Schafstall - die Geschichte von Bibersfeld ist lebendig. Das erfuhren mehr als 30 Interessierte, die am Sonntag in den Haller Teilort gekommen waren, um Mitglieder des Arbeitskreises Dorfgeschichte bei einem historischen Rundgang zu begleiten.

D' Kärch (zu Deutsch: die Kirche) war nicht immer so stattlich wie heute. "Die Margaretenkirche stammt aus dem 15. Jahrhundert", erzählt Ortsvorsteherin Ute Fritz. Eine Kapelle wurde jedoch bereits 1347 urkundlich erwähnt. Wie die Dorfforscher herausfanden, kamen immer wieder Klagen auf, die Kirche sei zu klein. 1865 war der Neubau beschlossene Sache. Den Turm der ursprünglichen Kirche brachte ein Blitzeinschlag im Juli 1751 fast zum Einstürzen. "Beim Läuten der Glocke verstarb dabei der Sohn des Schulmeisters", erzählt Fritz. Die Gruppe wandert weiter zum alten Schafstall. An seine ursprüngliche Bestimmung erinnert nichts mehr. Das Gebäude wirkt wie ein hübsch gerichtetes Fachwerkhaus. Um 1800 soll es erbaut worden sein. Wie lange tatsächlich darin Schafe gehalten wurden, ist nicht klar. Später diente das denkmalgeschützte Gebäude als Versammlungsraum. Sogar Kriegsgefangene wurden darin untergebracht. "1945 wurde die Schule darin eingerichtet", informiert Gisela Färber, Gründerin des Arbeitskreises. Kurt Köhler erinnert sich noch gut. Er war dort Schüler. "Wenn wir keine Lust aufs Lernen mehr hatten, haben wir im Ofen Rauch gemacht." Die Zuhörer lachen.

Um 1840 bekam Bibersfeld einen Dorfladen. Der Haller Teilort konnte sich glücklich schätzen. Nicht nur Dinge des täglichen Lebens waren in dem Laden zu erstehen, auch Kaffee aus Java und Tabak trotz Rauchverbot. Eine Besonderheit war die Spielwarenabteilung, die größte in der Umgebung. 15 Gebäude sind es, deren Geschichte der Arbeitskreis erforscht hat. Michael Schwerer, 2001 nach Bibersfeld gezogen, ist beeindruckt und freut sich, mehr über seine Wahlheimat erfahren zu haben.

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