Details zum Sanierungsstart der Ortmitte von Bubenorbis

Der Mainhardter Teilort Bubenorbis wird mit Unterstützung des Landesförderprogramms für rund 500.000 Euro saniert. In der zweiten Jahreshälfte soll es losgehen.

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Die Straßen sind geflickt und manchmal löchrig, teilweise gibt es nicht einmal einen Gehsteig. Und doch glänzt der Mainhardter Teilort Bubenorbis bereits. Dank der Aufnahme ins Landessanierungsprogramm Ende 2011 wurden in den vergangenen Jahren viele Sanierungsprojekte verwirklicht. Die frisch verputzten und neu gestrichenen Häuser tun dem etwa 600 Einwohner starken Dorf gut.

Bislang wurde der Straßenbau zugunsten privater Erneuerungsmaßnahmen zurückgestellt. Doch in der zweiten Jahreshälfte 2017 soll es nun endlich losgehen: Stuttgarter Straße, Zollstraße, Haller Straße, Dorfmitte und Kübelrainstraße werden saniert. „Wir wollen nichts an Fördergeldern verschwenden“, erläutert Bürgermeister Damian Komor, nur bis 2019 sei man noch im Programm. Eine erste Aufstockung der Fördersumme wurde im Herbst 2015 erfolgreich beantragt.

Abschluss Ende 2018

Zunächst im Gemeinderat, dann im Ortschaftsrat Bubenorbis stellte kürzlich Projektleiter Klaus Gehring vom Ingenieurbüro Bürgel aus Untermünkheim den Planungsstand vor. In acht Bauabschnitten wird die Ortsmitte bis Ende 2018 saniert. Sowohl der Straßenvollausbau in der Zollstraße als auch Teilausbauten mit Deckenerneuerungen und Randerfassungen in den anderen Bauabschnitten sind geplant. Für die Breitbandversorgung werden überall Verbundleerrohre mitverlegt. Die beiden Bushaltestellen beim Kindergarten sollen barrierefrei erreichbar sein. Überall werden wenigstens schmale Gehwege gebaut. „Die Straßen bleiben breit genug für landwirtschaftliche Nutzfahrzeuge“, macht Gehring deutlich. „Alle Anlieger arbeiten mit der Gemeinde zusammen“, ist er erfreut über die unkomplizierten kleineren Grundstückskäufe für die Sanierung. Die Stadtwerke Schwäbisch Hall planen parallel die Mitverlegung von Strom- und Gasleitungen. Erstere verlaufen im Bereich der Zollstraße teils noch oberirdisch. Für eine Bedarfsanalyse waren bereits Mitarbeiter des Unternehmens vor Ort.

Da die Entscheidung zur Sanierung oder zum Neubau des Bürgerhauses noch ausstehe, werde vor dem Dorfgemeinschaftshaus nicht saniert, erläutert Ortsvorsteher Roland Rüger bei einer Begehung vergangene Woche. Die Bürger koste die Straßensanierung bis zur Grundstücksgrenze nichts. Gelassen und unaufgeregt sei man im Ort deswegen, bestätigt er. Zur letzten Dorfschaftsratsitzung seien nur rund zehn Zuhörer gekommen, obwohl die Sanierung im Mittelpunkt stand.

„Wir hoffen, dass die Eigentümer in diesem Zuge die Leitungen ab Grundstücksgrenze gleich mitmachen lassen“, so Bürgermeister Damian Komor in der letzten Gemeinderatssitzung. Man wolle vorab einen fairen Einheitspreis für die privaten Maßnahmen verhandeln, verspricht Ortsbaumeister Volker Heiden.

Rund 470.000 Euro sollen die Baumaßnahmen für die Straßensanierung kosten, teils vom Land gefördert. In der Zollstraße ist die Erneuerung der Wasserleitung und in der Dorfmitte ein neuer Schacht für rund 150.000 Euro geplant. Das Geld ist bereits im Vermögensplan der Wasserversorgung bereitgestellt. Auch die Kosten für die Straßensanierung sind im Haushalt reserviert. Nicht alle Abschnitte liegen innerhalb des geförderten Sanierungsbereichs des Förderprogramms, so dass es eine Mischung gebe, so Gehring.

Infoveranstaltung geplant

„Werden dann alle Stolperfallen beseitigt?“ fragt Gemeinderat Rainer Vogelmann mit Blick auf den kleinteilig gepflasterten Kirchenvorplatz nach. „Einzelne Bereiche, die sich gesenkt haben, werden gerichtet“, gibt Komor bekannt. Auch ein weiterer Hydrant sei geplant, erfährt Gemeinderat Udo Kallina auf Nachfrage.

Demnächst würden noch alle betroffenen Bürger zu einer Informationsveranstaltung eingeladen, verspricht Bürgermeister Komor im Gemeinderat. Einstimmig ist das Votum zum Tagesordnungspunkt im Gemeinderat: Das Maßnahmenpaket in Bubenorbis wird ganzheitlich vergeben. Spätestens im Juni werde man ausschreiben, so Gehring. Denn die Arbeiten sollen noch in diesem Jahr starten.

Ende 2011 wurde der alte Ortskern von Bubenorbis ins Landessanierungsprogramm (LSP) aufgenommen. Umfassende Sanierungsmaßnahmen werden damit finanziell unterstützt. Der Förderrahmen beträgt aktuell 1,5 Millionen Euro. Davon zahlen der Bund und das Land Baden-Württemberg 900 000 Euro (60 Prozent), die restlichen 40 Prozent trägt die Gemeinde Mainhardt. may

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