Alles für den schönsten Tag

40 Aussteller präsentieren auf der Obersontheimer Hochzeitsmesse alles rund ums Thema Heiraten.

|
Vorherige Inhalte
  • Hochzeitsmode auf dem Obersontheimer Laufsteg. Bei den Brautkleidern geht der Trend zu mehr Schlichtheit. 1/2
    Hochzeitsmode auf dem Obersontheimer Laufsteg. Bei den Brautkleidern geht der Trend zu mehr Schlichtheit. Foto: 
  • Mit der Kutsche in den siebten Himmel fahren: Viele Hochzeitspaare gönnen sich diesen Luxus. 2/2
    Mit der Kutsche in den siebten Himmel fahren: Viele Hochzeitspaare gönnen sich diesen Luxus. Foto: 
Nächste Inhalte

Am vergangenen Samstag war es wieder so weit. Bereits zum dritten Mal startete die vom Treffpunkt Obersontheim organisierte Hochzeitsmesse im lokalen Schloss. Besucher hatten die Möglichkeit, sich auf dem Schlossgelände zum Thema Hochzeit und Festlichkeiten zu informieren.

Dieses Jahr präsentierten sich rund 40 Aussteller mit ihren Produkten und Dienstleistungen. Weiße Holzschilder mit der Aufschrift „Hochzeitsmesse“ weisen den Weg zur großen Ausstellung im Schloss von Obersontheim. Der mit weißen Luftballons dekorierte Eingangsbereich lädt in den Schlosshof ein. Dort entdeckt man geschmückte Hochzeitsautos, eine Kutsche mit zwei Pferden und Gäste unter dem Pavillon, die bei Regen die Laidback-Soul-Musik von „Die Spieler“ genießen.

Regen dämpft die Stimmung

Der festliche Fürstensaal, die Terrasse des Süd-Ostflügels und der zweistöckige Mittelbau sind auf der Messe zum ersten Mal für die Öffentlichkeit zugänglich.

„Zur diesjährigen Messe haben wir eine Steigerung der Besucheranzahl erwartet. Doch das Regenwetter macht uns einen Strich durch die Rechnung“, erzählt der Geschäftsführer Pascal Sanwald. Letztes Jahr kamen etwa 600 Besucher. Mit sechs bis sieben Leuten aus dem Verein begann die Planungsphase der Hochzeitsmesse bereits im Mai. „Im Vergleich zum letzten Jahr tragen wir diesmal die doppelten Kosten“, sagt Pascal Sanwald. Die Veranstalter hatten mehr in die Beleuchtung und Werbung investiert als zuvor.

Katharina Mares (24) aus Vellberg besucht die Hochzeitsmesse mit ihren Eltern. „Mein Freund und ich möchten nächstes Jahr heiraten. Wann genau, wissen wir noch nicht. Irgendwann im Sommer“, erzählt Mares. Da für ihre Hochzeit noch nichts wirklich feststeht, kann Katharina Mares sich auf der Messe alle möglichen Angebote ansehen und davon inspirieren lassen.

Trend zur Natürlichkeit

Der Trend bei den Brautkleidern gehe immer mehr zur Natürlichkeit, meint Schneiderin Kerstin Körner. „Weniger ist mehr. Die Bräute mögen es nicht mehr so überladen“, sagt Körner.

Simone Schneider (36) und Martina Hägele (35) von „Blumen Scheible“ sind schon zum dritten Mal als Aussteller auf der Messe dabei. Sie haben viel Liebe zum Detail, versuchen jedoch die Interessenten vom Rosa wegzubringen. „Boho mit vielen bunten Farben ist im Kommen“, meint Martina Hägele. Im Bereich Fotografie geht der Trend weg von den klassischen Studiofotos. „Die Paare möchten mehr Lockerheit auf ihren Bildern rüberbringen“, erzählt Norbert Haubensak vom Fotostudio „nohau“. Auch er ist schon zum dritten Mal auf der Messe dabei. „Es macht Spaß, die Leute von seiner Leistung zu überzeugen“, sagt der Fotografenmeister.

Noch nie zuvor auf der Hochzeitsmesse war Matthias Stephan (27) von „Vorwerk“. Die Leute seien erstaunt, Haushaltsgeräte auf einer Hochzeitsmesse vorzufinden. „Spätestens nach der Hochzeit oder den Flitterwochen muss sauber gemacht werden“ sagt Stephan.

Doppelte Modenschau

Anders als in den Jahren davor gibt es auf der diesjährigen Hochzeitsmesse gleich zwei Modenschauen im Schlosskeller. Bevor diese von der Herrenmüllerin und dem Herrenmüller eröffnet werden, gibt Katrin Rodemich vom Friseursalon „Kamm In“ auf dem Laufsteg einen Hair-Styling-Workshop. Doch ihren großen Auftritt hat die Inhaberin des Friseursalons abends um 21.30 Uhr im Trauzimmer im Rundturm. Dort wird die Live-Trauung mit ihr und ihrem Zukünftigen stattfinden.

Auch Rodemich ist schon seit der ersten Hochzeitsmesse als Ausstellerin dabei. „Wir haben uns gefragt, wie wir das Programm der letzten Messe übertreffen können. Dann entstand die Idee einer Live-Trauung“, erzählt Rodemich. Auch das Datum sei sehr passend für das Brautpaar gewesen.

Bevor die beiden getraut werden, wird die Braut im Schlosskeller mit einem Flashmob überrascht.

Zu dem Lied „Marry You“ von Bruno Mars läuft ihr der Bräutigam mit einem Schild entgegen: „Will you marry me?“

Lange wurde nach einem passenden Pärchen als Rolle für die Herrenmüllerin und den Herrenmüller von Obersontheim gesucht. „Anfang diesen Jahres habe ich mit der Fertigung der Gewänder begonnen“, erzählt Schneiderin Kerstin Körner. Im August letzten Jahres habe Treffpunkt-Geschäftsführer Pascal Sanwald im Atelier Körner um die Anfertigung der Gewänder gebeten. „Bis Juni habe ich ins Blaue genäht, da noch kein Pärchen feststand. Deshalb habe ich versucht, mehrere Größen abzudecken“, sagt die Haller Schneiderin. Kurz vor der Fertigstellung der Gewänder wurde ein Pärchen gefunden. Janina Zipperer (30) und Stefan Lechler (29) sind auch außerhalb ihrer Rolle als Herrenmüllerin und Herrenmüller ein Paar. Stefan Lechler hat anfangs gezögert die Rolle anzunehmen. Janina Zipperer hingegen kann sich sehr gut mit der Rolle identifizieren, denn sie stammt von der Tannenburg aus Bühlertann. „Mein Uropa hat die Tannenburg 1931 gekauft. Dort bin ich aufgewachsen“, erzählt Zipperer. Die Gewänder sind aus Leinen, Baumwolle und Wollsatin gefertigt. Die Kostüme seien sehr schwer, aber das Paar fühle sich wohl darin. „Das Gewand für die Herrenmüllerin passte wie angegossen. Nur bei dem Gewand für den Herrn musste ich kleine Änderungen vornehmen“, erzählt die Schneiderin. Stefan Lechler habe sehr viel Ähnlichkeit mit dem Romancharakter. Die Beschreibung der Herrenmüllerin im Roman passe nicht so sehr auf Janina Zipperer. „Die Herrenmüllerin in der Geschichte und ich haben nur die gleichen Interessen“, sagt Zipperer. Das Paar ist sich auch nicht sicher, ob es die Romanfiguren überhaupt im wahren Leben gab. „Es ist eine ehrenvolle Aufgabe für uns, durch unsere Rollen die Gemeinde Obersontheim kulturell zu repräsentieren“, äußert Janina Zipperer. Auf der Obersontheimer Hochzeitsmesse wird das Paar von vielen Besuchern angesprochen und bekommt einige positive Rückmeldungen. „Die Besucher wollen sogar Fotos mit uns machen. Es ist schön zu sehen, wie unsere Rollen Gemeinschaft bilden“, erzählt das Paar später.

Abonnieren Sie das kostenlose Morning-Briefing aus der Chefredaktion
Damit starten Sie top informiert in den Tag. Außerdem im Newsletter: Die Wettervorhersage und die aktuelle Verkehrslage in der Region.
» zur Registrierung

Noch kein Kommentar

Schreiben Sie Ihren eigenen Kommentar

noch 3000 Zeichen
Mit Ihrem Kommentar akzeptieren Sie unsere Netiquette

Für registrierte Nutzer

Melden Sie sich an und schicken Sie Ihren Kommentar ab:

Für noch nicht registrierte Nutzer

Registrieren Sie sich kostenlos, um Ihren Kommentar abzuschicken:

Ich bin damit einverstanden, dass die Neue Pressegesellschaft mbH & Co. KG und ihre Tochterunternehmen mich schriftlich (per E-Mail oder Brief) oder telefonisch über ihre Medienangebote und kostenlose Veranstaltungen informieren dürfen. Meine Daten dürfen zu diesem Zweck gemäß den Bestimmungen des BDSG gespeichert, verarbeitet und genutzt werden. Die Einwilligung kann ich jederzeit widerrufen.
Ich bin mit den Datenschutzbestimmungen einverstanden. *

Bitte beantworten Sie noch die folgende Sicherheitsfrage:

neu laden
Content Management by InterRed GmbH Logo
weiter zur Startseite

Abfluggewicht erhöht

Der Gemeinderat stimmt der Ausweitung der Tonnagebegrenzung auf 35.000 Kilogramm für besonders leise Maschinen zu. weiter lesen