Alarmierung künftig digital

Zu ihrem Neujahrsempfang hatten die Ortsverbände des technischen Hilfswerkes THW in Hohenlohe vor kurzem ins Domizil des Haller THW in Sulzdorf geladen. Wichtigste Botschaft: Die Alarmierung wird effektiver.

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Knapp 250 aktive THWler gibt es in den beiden Landkreisen Hohenlohe und Schwäbisch Hall. Sie werden immer dann gerufen, wenn Unglücksfälle die Kapazitäten oder die technischen Möglichkeiten von Polizei, Feuerwehr oder Rettungsdiensten übersteigen, etwa bei Hochwasser, Massenkarambolagen, schweren LKW-Unfällen oder bei Bränden, wenn etwa Gebäude einzustürzen drohen. Das ist die eine, die lokale Aufgabenseite des THW.

Nachwuchsarbeit läuft in der Region vorbildlich

Die andere Seite ist eher hoheitlicher Natur: offizielle Katastrophenfälle. Dann erfolgen Alarmierungs- und Kommandoabläufe über die jeweiligen Landratsämter. Das Technische Hilfswerk hatte deshalb früher auch etwas andere Strukturen mit Dienst verpflichteten Mitgliedern. Heute basieren die Helfer-Teams, ähnlich wie die Feuerwehren, vorwiegend auf Freiwilligen. Helfer beim THW können Männer und Frauen werden, die mit etwas Interesse an technischen Dingen die 120 Stunden Grundausbildung absolvieren sowie eine Ersthelfer-Ausbildung, ähnlich der, die man auch zum Erwerb eines Führerscheins braucht.

Ähnlich den Feuerwehren und Rettungsdiensten bilden sich die THW-Verbände ihren Nachwuchs in Jugendgruppen heran. In Baden-Württemberg, lobte der Vertreter des Landesverbandes in seinem Grußwort, gibt es bundesweit den größten Anteil von Jugendlichen, die aus solchen Jugendgruppen in den aktiven Dienst übertreten. Lob gab es auch von den Landespolitikern Friedrich Bullinger, Nikolaos Sakellariou und Arnulf von Eyb. Allein durch seine Existenz vermittle das Technische Hilfswerk ein Gefühl von Sicherheit, so Friedrich Bullinger. Und der Hohenloher Abgeordnete Arnulf von Eyb wies darauf hin, dass die Rettungsdienste nun mit dem neu gewählten Landtagspräsidenten Wilfried Klenk als ehemaligem Rettungsdienstleiter einen der Ihren in den höchsten Ämtern des Landes haben.

Sekundenschnell werden Navis programmiert

Neues berichtete der Vertreter der Landkreise, Kreisbrandmeister Werner Vogel, der auch Grüße der Landräte Gerhard Bauer (Schwäbisch Hall) und Dr. Matthias Neth (Hohenlohe) überbrachte: Das THW werde seinen alten Funkruf im 4m-Band aufgeben und seine Helfer künftig digital und 128-bit-codiert über ein POCSAG genanntes Ringsystem alarmieren. Acht Haupt- und rund 50 Nebenstationen wurden oder werden dazu im Landkreis Hall installiert. Sekundenschnell werden damit die Helfer über sogenannte Pager gerufen und die Navis zum Zielort der Einsatzfahrzeuge programmiert.

"Man ist froh, wenn man euch nicht sieht. Aber wenn man euch braucht, könnt ihr nicht schnell genug da sein", kommentierte dies Sulzdorfs Ortsvorsteher Walter Frank in seinem launigen Grußwort, in dem er als Vertreter des Haller Oberbürgermeisters nicht nur den THWlern, sondern auch dem persönlich erschienenen Crailsheimer Oberbürgermeister Rudolf Michl Neujahrsgrüße entbot: "Neujahr? Landläufig kann man davon ja nur bis Lichtmess sprechen. In Hohenlohe aber geht das nach altem Brauch bis zum Habbersäa (Hafersäen). In diesem Sinne: A guat's Neis!"

Info Weitere Informationen zur Arbeit des Technischen Hilfswerks Schwäbisch Hall gibt es unter Telefon 07907/943217. Das THW des Hohenlohekreises ist erreichbar unter 07905 5544.

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