"Viel Potenzial bei Biogas und Geothermie"

100 Prozent regenerative Energie in Hohenlohe - ohne Windkraft? Die Bäuerliche Erzeugergemeinschaft Hall will herausfinden, ob das möglich ist.

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Rudolf Bühler will die Versorgung der BESH mit erneuerbaren Energien.  Foto: 

Seit dem Jahr 2013 untersucht die Bäuerliche Erzeugergemeinschaft Schwäbisch Hall (BESH) gemeinsam mit der Hochschule für Forstwirtschaft in Rottenburg, welche Potenziale die Nutzung von erneuerbareren Energien in der Hohenlohe-Region bergen könnte.

Im Rahmen einer Fachtagung im Regionalmarkt Hohenlohe "Erneuerbare Energien in der Region Hohenlohe - Was ist machbar, was ist gewollt und wo liegen die Grenzen?" wurden zur Projekthalbzeit die bisherigen Ergebnisse vorgetragen. Bei der Einführung hob Professor Dr. Rainer Luick hervor, dass die Energiewende im Grunde noch gar nicht richtig begonnen hätte und dass es auf den optimierten Energiemix ankomme.

Rudolf Bühler, Vorsitzender der Bäuerlichen Erzeugergemeinschaft, sagte in seiner Einführung, dass Hohenlohe eine 100-prozentige Selbstversorgung mit regenerativer Energie anstreben muss, jedoch mit Priorität auf ökologisch optimierte und kulturlandschaftsverträgliche Technologien wie Biogas, Photovoltaik, Wasserkraft, Geothermie und nachhaltige Forstwirtschaft. Erst wenn dies nicht ausreiche, käme auch noch Windkraft in Betracht, dies aber nur in Form von landschaftsverträglichen Farmanlagen.

Diplom-Ökologin Verena Marggraff stellte sodann ihre wissenschaftlichen Erhebungen vor, die sich vor allem auf die Biomassereststoffe in der Region Hohenlohe konzentrieren. Hier ergeben sich durch die intensive tierische Veredlung große Potenziale bei gleichzeitiger Reduzierung der Schadstoffemissionen in die Luft, so Marggraff. Sie stellte fest, dass sich das Potenzial an Biomasse-Reststoffen in der Region auf 501.000 Tonnen pro Jahr beläuft. Als biogene Reststoffe gelten Gülle und Mist, Rest- und Abfallstoffe aus der Gastronomie, Industrie und Gewerbe, kommunale Grünpflege einschließlich Grünschnitt von Straßen- und Gewässerrändern und die Biotonne.

Aus diesem Potenzial könnten gut 55.000 Haushalte mit regenerativer Energie versorgt werden. Hierbei seien die Potenziale aus Klärschlämmen, kommunalen Ausgleichsflächen, Schlachthofabfällen und landwirtschaftlichen Ernteresten noch nicht berücksichtigt, dies würde in den kommenden Monaten noch erhoben werden.

Der richtige Weg für Hohenlohe?

Es folgte eine rege Diskussion unter den 35 interessierten Teilnehmern der Fachtagung, wobei die Windkraftgegner deutlich zum Ausdruck brachten, dass dieser aufgezeigte Weg der richtige für Hohenlohe sei. Befürworter der Windanlagen meinten, dass ja auch die Ballungszentren regenerative Energie bräuchten.

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