"RW Wolpi ist einsatzbereit"

Zur Verbesserung der Hilfsfristen im Kreis hat die neue ASB-Rettungswache in Wolpertshausen ihren Dienst aufgenommen. Rettungsassistenten und Sanitäter sind mit drei Fahrzeugen rund um die Uhr einsatzbereit.

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Bürgermeister Jürgen Silberzahn (links) hat zur Einweihung der neuen Wache in seiner Gemeinde gleich das passende Hinweisschild mitgebracht. Durch den ASB-Standort in Wolpertshausen verkürzen sich die Hilfsfristen deutlich. Das begrüßen auch der stellvertretende Landesgeschäftsführer Daniel Groß, der Leiter der Rettungswache Christian Lattner, Erster Landesbeamter Michael Knaus, ASB-Kreisvorsitzender Karl-Eugen Altdörfer und Dr. Rosenhagen vom Bereichsausschuss im Landkreis (von links).

Bildäckerstraße 8 lautet die Adresse der neuen Rettungswache in Wolpertshausen, im Gebäude der Firma Bräutigam Aufzüge. Die Straße liegt gegenüber der Mehrzweckhalle. Aber eigentlich muss niemand dorthin finden, denn Notfallsanitäter kommen mit Rettungsfahrzeug oder Krankentransportwagen im Ernstfall zu den Verunglückten und akut Kranken - und das in weniger als 15 Minuten nach der Alarmierung, zu jeder Tages- und Nachtzeit, 365 Tage im Jahr.

Damit wird die Hilfsfrist im Landkreis Schwäbisch Hall noch einmal deutlich verbessert, denn die Retter rücken vom Standort Wolpertshausen aus nach Ilshofen, Vellberg, Braunsbach und natürlich auch auf die A6 aus. Alarmiert werden sie über den Notruf 112, der dann bei der Leitstelle in Schwäbisch Hall eingeht und über Funk an die nächstgelegene Rettungswache weitergeleitet wird.

Abdeckung von Blaufelden aus nicht zufriedenstellend

Seit zwei Jahren stellt der ASB im Landkreis ein Notfalleinsatzfahrzeug, das von Blaufelden aus agiert, berichtete Kreisvorsitzender Karl-Eugen Altdörfer den Zuhörern bei der Einweihung am Dienstag. "Im Bereichsausschuss und der AG Hilfsfristen erkannte man, dass allein dadurch keine zufriedenstellende Abdeckung durch den Rettungsdienst erreicht werden konnte", fuhr Altdörfer fort. Es folgte ein Probebetrieb in Crailsheim mit einem zusätzlichen Rettungswagen durch das DRK und einem weiteren RTW der Samariter in Gaildorf. Ein Gutachten zu den Wachenstandorten im Kreis legte dann Wolpertshausen als neuen Ausgangspunkt fest.

Hier lobte der ASB-Kreisvorsitzende die Gemeindeverwaltung und auch den Landkreis für die Unterstützung. Bürgermeister Jürgen Silberzahn und Erster Landesbeamter Michael Knaus hörten es gern und lobten ihrerseits, dass der Umbau der zur Verfügung gestellten Räume von den Samaritern in ihrer Freizeit in nur zehn Tagen geschafft wurde.

"Es darf im ländlichen Raum keine längeren Hilfsfristen geben als in der Stadt", sagte Knaus und erinnerte daran, dass es im Landkreis durchaus Probleme gegeben hat, die knappen Zeiten einzuhalten. "Unsere Frist beginnt zu laufen, wenn das Telefon klingelt und der Notruf angenommen wird." Die Verbesserung sei deutlich, so der Erste Landesbeamte, "aber wir sind noch nicht am Ende, wir müssen noch mehr aufrüsten."

Samariter und Johanniter nutzen Auto gemeinsam

Dass er "den Ausbau des Rettungsdienstes im Kreis mit solcher Beharrlichkeit vorangetrieben hat", brachte Michael Knaus auch die Anerkennung von Dr. Rosenhagen, dem Vorsitzenden des Bereichsausschusses im Landkreis ein. "Auf eine Million Euro pro Jahr werden sich die Kosten für den Träger belaufen", kalkuliert Rosenhagen.

Für den Notfall stehen beim "RW Wolpi", wie die Rettungswache schon bei den Samaritern genannt wird, zwei Krankentransportwagen und ein Rettungswagen zur Verfügung, die "gemeinsam mit den Freunden von den Johannitern besetzt werden - die Zusammenarbeit klappt super", so Karl-Eugen Altdörfer. Die Notärzte kommen aus Blaufelden, Crailsheim, Schwäbisch Hall oder Gaildorf an den Einsatzort.

Der Leiter der Rettungswache, Christian Lattner führte die Gäste durch die Räumlichkeiten, zu denen neben der Fahrzeughalle, dem Lager, den Umkleide- und Ruheräumen auch ein ansprechender Aufenthaltsraum mit Küche im oberen Stock gehört, denn die Notfallsanitäter verbringen hier viel Zeit mit Warten auf den nächsten Einsatz.

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