„Politische Ankündigungen umsetzen“

Der Ausbau der A 6 ist im vordringlichen Bedarf des Bundesverkehrswegeplans. Landrat Gerhard Bauer hofft auf rasche Projektumsetzung.

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Gerhard Bauer ist seit 2004 Landrat im Landkreis Schwäbisch Hall.  Foto: 

Die Bundestagsabgeordneten Annette Sawade und Christian von Stetten haben berichtet, dass der A-6-Ausbau jetzt doch in den vordringlichen Bedarf des Bundesverkehrswegeplans 2030 aufgenommen worden ist. Wie beurteilen Sie das?

Die Argumente für den Ausbau der A 6 sind für jeden nachvollziehbar. Deshalb bin ich zuversichtlich, dass die politischen Ankündigungen jetzt auch umgesetzt werden.

 Ist eine Finanzierung durch eine öffentlich-private Partnerschaft nur noch eine Option? Als Projekt im vordringlichen Bedarf könnte ja auch mit öffentlichen Mitteln ausgebaut werden …

Es können nur in dem Umfang öffentliche Mittel eingesetzt werden, wie sie im Bundeshaushalt zur Verfügung gestellt werden. Daran ändert die Aufnahme in den Bundesverkehrswegeplan nichts. Wichtig ist, dass die A 6 so schnell wie möglich ausgebaut wird. Mit welcher Finanzierung das möglich ist, wird von der Bundespolitik entschieden.

 Nach Aussagen des Regierungspräsidiums  (RP) Stuttgart dauert es noch, bis gebaut wird. Wie ist momentan Ihr persönlicher Zeithorizont für das Projekt?

 Das A-6-Team im RP arbeitet mit Hochdruck an der Planung. Schon bis Ende diesen Jahres sollen alle Voruntersuchungen abgeschlossen werden. Diese sind die Basis für eine Wirtschaftlichkeitsuntersuchung, die dann politische Entscheidungen über die Finanzierung der Maßnahme möglich machen. Jürgen Holzwarth, Referatsleiter für Straßenplanungen im RP Stuttgart, hat letztes Jahr im Kreistag erklärt, dass er die Planfeststellung und das Baurecht für die gesamte Strecke bis Ende 2019 für machbar hält. Danach kann mit dem Bau begonnen werden. Dieses Ziel halte ich für realistisch, wenn die Politik rechtzeitig alle notwendigen Weichen für den A-6-Ausbau auf Grün stellt.

Bei jedem Schritt in Richtung Ausbau ist von vielen Seiten das geflügelte Wort „in trockenen Tüchern“ zu lesen. Wie sieht es jetzt aus, sollte man langsam „einen Haken“ dran machen?

 Ja, es sieht so aus, dass jetzt endlich ein Haken dran kommt.

Die Fragen stellte Norbert Acker

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