„Passt nicht in unsere bäuerlich geprägte Region“

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Siegfried Häuser (rechts) vom Unternehmen Veith & Sigloch zeigt Bürgermeister Wolfgang Class und Jutta Niemann den Betrieb.  Foto: 

„Eine Förderung von Veith & Sigloch wäre wichtig als Stärkung eines Unternehmens im ländlichen Raum“, sagte die Grünen-Politikerin Jutta Niemann, als sie auf ihrer Tour durch Langenburg die Firma besichtigte. Diese hatte für 2018 erneut einen ELR-Antrag gestellt („ELR“ steht für „Entwicklungsprogramm Ländlicher Raum“).

„Sowohl dem Unternehmen als auch Langenburgs Bürgermeister Wolfgang Class ist es wichtig, am Standort Langenburg festhalten zu können“, heißt es in dem Schreiben. Siegfried Häuser führte Niemann durch das Betriebsgebäude.

Nach der Besichtigung des Unternehmens ging es für Niemann weiter in den evangelischen Kindergarten. Leiterin Barbara Schmelz führte die Abgeordnete durch die Räume. „Der evangelische Kindergarten in Langenburg verfolgt ein erfolgreiches Konzept mit guter Betreuung und ist als Bildungseinrichtung wichtig für die Familien vor Ort“, betonte Niemann.

Erfreulich fand die Politikerin laut Mitteilung auch, dass es eine eigene Köchin gibt, die für den Kindergarten und die angrenzende Grundschule kocht.

Auflagen für Stall sehr hoch

Zum Abschluss des Gemeindebesuchs sprach Niemann mit dem Langenburger Bürgermeister Wolfgang Class. Dabei ging es vor allem um den Ausbau der Schweinemastanlage in Nesselbach. Die Grünen-Politikerin erkundigte sich nach dem aktuellen Stand des Verfahrens und äußerte Bedenken, was den Bau eines Stalls dieser Größe angeht. Class berichtete, dass der Gemeinderat den Aufstellungsbeschluss zum Bebauungsplan gefasst hatte, der öffentlich ausliegt. Die Auflagen für den Stall sind laut dem Bürgermeister „sehr hoch“, wie es heißt. So darf es etwa bei der Luftbelastung keine negativen Auswirkungen auf Langenburg oder Nachbargemeinden geben. Class berichtete von einer Gemeindeversammlung zu diesem Thema, die gut angenommen und sachlich geführt worden sei.

Viele Fragen auf offen

Niemann zeigte sich bezüglich des Ausbaus der Schweinemastanlage skeptisch. „Eine Mastanlage dieser Größe wirft viele Fragen hinsichtlich Tierwohl und Umweltschutz auf und passt für mich auch nicht in unsere bäuerlich geprägte Region“, sagte sie.

Weitere Themen in dem Gespräch mit dem Langenburger Bürgermeister waren die ärztliche Versorgung, Hebammen und der Breitbandausbau.

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