"Man muss nur wissen, wie man sich zu wehren hat"

Die Klasse 8d der Realschule Schenkensee in Hall hat mit ihrer Lehrerin Diana Lerch ein Fußballspiel der TSG Hoffenheim besucht. Zwei Schüler nahmen an der Pressekonferenz teil und interviewten den Trainer.

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    Die Rhein-Neckar-Arena ist ein Fußballstadion in Sinsheim. Seit Anfang 2009 ist es die Heimstätte des Fußball-Bundesligisten TSG 1899 Hoffenheim. Privatfotos
  • Fabio Ferroni und Lara Moser treffen Hoffenheims Trainer Markus Gistol. 3/4
    Fabio Ferroni und Lara Moser treffen Hoffenheims Trainer Markus Gistol.
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Fabio Ferroni und Lara Moser sind die Glücklichen, die zum ersten Mal in ihrem Leben zu einer Pressekonferenz dürfen. Sie sind angespannt. Etwas schüchtern überlegen sie, ob sie etwas fragen sollen. Die erste Frage eines Journalisten geht an den Hamburger Trainer Joe Zinnbauer, der inzwischen durch Interimscoach Peter Knäbel abgelöst wurde. Das Thema: Der Abstiegskampf des HSV. Das Spiel gegen Hoffenheim verlor der Verein mit 0:3.

Nach der Pressekonferenz gelingt es den Schülern, den Hoffenheimer Trainer Markus Gistol abzufangen und zu interviewen. "Strebt Hoffenheim den Europapokal an oder ist es oberste Priorität, nicht tiefer in der Tabelle zu rutschen?", fragen die Haller Schüler. Bevor er antwortet, schickt er die anderen Medienvertreter weg: "Exklusiv-Interview". Dann sagt er: "Wir versuchen, das Beste aus der Saison rauszuholen."

Andere Schüler der 8d fangen derweil Stimmen von Stadionbesuchern ein. "Ich fand das Spiel sehr unterhaltsam und die Stimmung wie immer gut", sagt Hoffenheim-Fan Thorsten Kritzer. Er ist nicht nur öfters im Stadion, sondern unterstützt seinen Verein auch bei Auswärtsspielen, etwa in Paderborn. Einmal pro Saison ist Stefan Schelle im Stadion. "Ich bin eigentlich Bayern-Fan, aber mein Zweitverein ist Hoffenheim", sagt er. Die Freunde Benjamin, Florian, Nele und Lara sind als Hamburg-Fans angereist. Die Stimmung fanden sie super. "Wir haben uns allerdings gefragt, ob die Hoffenheim-Fans überhaupt da waren", sagen sie in Anspielung auf die fehlende Lautstärke.

Damit während eines Fußballspiels im Stadion alles rund läuft, sind viele helfende Hände nötig. Alex Höschele (19) hat seinen ersten Arbeitstag am Snack- und Getränke-Stand im Stadion. "Mir macht der Job Spaß, auch wenn er manchmal stressig ist", sagt der Soziologie-Student aus Hockenheim.

Sergen Kaya (20), Abiturient aus Darmstadt, arbeit seit Anfang des Jahres beim Ordnungsdienst. Meist verhielten sich die Fans ruhig. Einmal jedoch erlebte Kaya, wie Fans ein Absperrgitter auf das Spielfeld warfen. "Für diese Tätigkeit braucht man keine Muckis", meint er, "man muss nur wissen, wie man sich zu wehren hat."

Auch Feuerwehrleute und Sanitäter sind ehrenamtlich im Einsatz. "Die meisten Verletzungen sind Schnittwunden, aber ab und zu kommt es auch vor, dass jemand einen Herzinfarkt, Kreislaufprobleme oder Unterkühlungen beziehungsweise Überhitzungen erleidet", erzählt ein Sanitäter. Je nachdem, welche Verletzung der Patient hat, kommt er in den Ruheraum oder wird vor Ort behandelt. "Leider dürfen wir nicht bei dem Spiel zuschauen, sondern müssen hinter den Gängen zum Stadion bleiben."

Nur ein einziger Schüler der 8d der Realschule Schenkensee bezeichnete sich vor dem Stadionbesuch als Nicht-Fußball-Fan. Danach schreibt er: " Beim Fußball ist etwas Magie dabei, denn fremde Menschen, die für dasselbe Team sind, werden zu Freunden und feiern zusammen. Ein Stadionbesuch ist eine einmalige Erfahrung."

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