Schüleraustausch: „Ist das Gold im Rathaus echt?“

30 Jugendliche aus der ungarischen Partnerschule Veres Péter Gimnazium aus Budapest waren für eine Woche bei Schülern des Gymnasiums bei St. Michael zu Gast.

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Kurze Verschnaufpause: Gemeinsam sitzen die ungarischen und deutschen Schüler auf der Treppe vor St. Michael.  Foto: 

Wir haben in der Nähe von Budapest auch einen Kletterpark, in dem ich manchmal klettere. Der Park hier in Langenburg gefällt mir aber besser, da er auch größer ist“, sagte Lilla, eine Austauschschülerin aus Ungarn. 30 Jugendliche aus Ungarn waren für eine Woche nach Hall gereist. Ein volles Programm hatten die betreuenden Lehrer für die Schüler aus Ungarn und die Schüler vom Gymnasium bei St. Michael auf die Beine gestellt. Bereits zum 14. Mal wurde der Austausch mit der Partnerschule
Veres Péter Gimnazium in Budapest organisiert.

Im Kletterpark hat den Schülern das Bobbycarfahren besonders gefallen, weil es das in ihrem Park nicht gibt. Neben dem Kletterpark wurde auch die Stadt Schwäbisch Hall besichtigt. Die Stadt wird den Austauschschülern in Erinnerung bleiben. „Die Häuser in Deutschland sind größer und moderner als bei uns“, bemerkte Veronika, eine ungarische Schülerin. „Die Menschen hier sind freundlich und immer pünktlich. Zum Teil sind die Regeln in Deutschland strenger als in Ungarn. In Deutschland gibt es eine bestimmte Uhrzeit, wann man nach Hause gehen muss, wenn man noch keine 18 Jahre alt ist. Bei uns gibt es das nicht.“

Schnitzel und Eis

Gemeinsam ging es auch zu einem Besuch in die Bausparkasse, wo ein traditionelles Essen serviert wurde. Es gab Schnitzel mit Pommes und anschließend Eis mit Beeren. Herzlich begrüßt wurden die Gäste auch von  Frank Nagel, Schulleiter des Gymnasiums bei St. Michael, und von Oberbürgermeister Hermann-Josef Pelgrim.

„Ist das Gold im Rathaus echt oder nur Farbe?“, fragte ein Schüler bei der anschließenden Fragerunde im Rathaus. Es stellte sich heraus, dass es sich um dünnes Blattgold handelt, mit dem das Gebäude verziert wurde. Außerdem fielen den Gästen die alten Gemälde auf, die einen historischen oder biblischen Hintergrund haben. Auch Hermann-Josef Pelgrim hatte eine Frage an die aus Budapest kommenden Gäste: „Hat jemand die Bundestagswahl verfolgt?“ Auf diese Frage wurde überraschend geantwortet. Veronika erzählte: „In meiner Gastfamilie wurde viel über die Wahl diskutiert, so dass ich darüber viel mitbekommen habe.“ Zudem sagten die Ungarn, dass es nächstes Jahr auch in ihrem Land eine wichtige Wahl geben wird.

Ebenso stand ein Besuch der Kunsthalle Würth mit einem kreativen Workshop auf dem Programm. „Die Führung im Museum hat mir sehr gut gefallen, da ich die Bilder dieser Ausstellung sehr schön finde“, meinte Veronika. Andere hingegen interessierten sich weniger für die Kunstwerke. Bei dem anschließenden Workshop der Kunsthalle Würth durften die Ungarn einen Vogel mit menschlichen Zügen zeichnen und sich dabei kreativ austoben.

Autos und Shopping

Aber nicht nur Langenburg und Schwäbisch Hall besuchten die Schüler. Gemeinsam ging es auch nach Stuttgart ins Mercedes-Benz Museum. Vor allem die Jungs waren von den Autos begeistert, aber auch einige der Mädels interessierten sich für die Entwicklung der verschiedenen Fahrzeuge bis hin zum heutigen Auto. Anschließend ging es auf Shoppingtour in die Königsstraße. Beim Bezahlen gab es keine Probleme, obwohl in Ungarn mit Forint gezahlt wird. Ein Euro entspricht ungefähr 300 Forint. „Da ich oft im Winter zum Skifahren in Österreich bin, habe ich mich schon ein bisschen an Euros gewöhnt“, erzählte Zsanett. Auch einige andere Schüler der ungarischen Klasse sind häufig in europäischen Ländern im Urlaub.

Nach der ganzen Woche voller Programm können sich manche der Schüler gut vorstellen, wenn sie erwachsen sind, nach Deutschland zu gehen und dort zu arbeiten. „Ungarn ist zwar meine Heimat, aber ich kann mir gut vorstellen, nach oder vor der Universität nach Deutschland zu gehen“, erzählte Gergely.

Eine andere Schülerin erklärte: „An unserer Schule lernen viele Schüler als zweite oder dritte Fremdsprache Deutsch.“ Viele der Schüler aus Ungarn waren zum ersten Mal in Deutschland. Gefallen hat es ihnen, sodass vielleicht bald wieder Besuch aus Budapest zu erwarten ist.

Austauschprogramme gibt es am Gymnasium bei St. Michael nicht nur mit Ungarn, sondern bisher auch mit Indien, Polen, Rumänien, Serbien, Italien und Frankreich. Erfahrungsberichte gibt es unter www.gsm-sha.de/austausch.

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