„Ich bin praktisch auf dem Sportplatz aufgewachsen“

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  • Und hoch die Knie: Melanie Schmeckenbecher (vorne rechts) leitet eine Gruppe von Sportlern an.  Die 36-Jährige steht jetzt an der Spitze des SV Großaltdorf.  1/2
    Und hoch die Knie: Melanie Schmeckenbecher (vorne rechts) leitet eine Gruppe von Sportlern an. Die 36-Jährige steht jetzt an der Spitze des SV Großaltdorf. Foto: 
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    Und hoch die Knie: Melanie Schmeckenbecher (vorne rechts) leitet eine Gruppe von Sportlern an. Die 36-Jährige steht jetzt an der Spitze des SV Großaltdorf. Foto: 
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Ein Leben woanders kann ich mir nicht vorstellen“, sagt die 36-jährige Melanie Schmeckenbecher. Von Klein auf lebt sie in Großaltdorf. Seit Kurzem ist sie Vorsitzende des Sportvereins.

„Ich bin praktisch auf dem Sportplatz aufgewachsen“, erzählt die große, schlanke Frau. Kein Wunder – ihr Vater, Kurt Maschka, war zuerst Fußball-Jugendleiter, dann viele Jahre selbst Vorsitzender. Er führte später zusammen mit seiner Frau die SVG-Vereinsgaststätte.

Mit 18 Jahren übernahm Schmeckenbecher eine Mädchentanzgruppe, später das Kinder- und das Frauenturnen und, weil Not am Mann war, auch noch ein Jahr die Fußball-F-Jugend. „Ich habe halt oft ‚Hier!‘ geschrien, wenn jemand gebraucht wurde, weil mir die Gemeinschaft viel bedeutet und es mir wichtig ist, dass es so einen Verein gibt.“

Es ist fast überflüssig zu erwähnen, dass Schmeckenbecher überall dort, wo der Verein aktiv ist, als Helferin dabei ist  – ob beim Vellberger Christkindlesmarkt, beim dreitägigen SVG-Sportwochenende im Juli oder beim Herbstfest in der Großaltdorfer Sporthalle, wo sich alle Gruppen des Vereins präsentieren.

Schmeckenbecher wurde 2006 folgerichtig Leiterin der Turn-Abteilung, zu der mehrere Turngruppen für  Erwachsene und Kinder sowie Tischtennis, Badminton und seit einem Jahr auch die BMX-Gruppe gehört. Um deren Strecke kümmert sich Melanies Mann zusammen mit einer Gruppe von Eltern. „Mein Mann unterstützt mich immer in Vereinsangelegenheiten. Die Familie muss dahinter stehen,  anders geht es nicht“, sagt die sportliche junge Frau.

In ihrem neuen Amt als Vorsitzende, das sie zusammen mit Hannes Hofer ausübt, ist ihr auch der Vater eine große Stütze. „Er leitet die SVG-Geschäftsstelle und gibt mir viel Rückhalt“, erzählt sie. Da ist es praktisch, dass Familie Schmeckenbecher und Melanies Eltern im selben Haus wohnen.

Bleiben dennoch genügend Vereinsaufgaben an ihr hängen? Als Abteilungsleiterin Turnen sei sie von zwei anderen Frauen unterstützt worden, wiegelt sie ab. Jetzt, als eine von zwei Vorsitzenden, sei sie für die Bereiche Sport und Vereinsanlagen zuständig.

„Wir haben den Verein neu organisiert, mit  fünf Säulen. Für eine bin ich verantwortlich. Das lassen wir erst mal anlaufen, dann werde ich schon sehen, wie viel Zeit ich dafür brauche“, meint Schmeckenbecher, Mutter von zwei Söhnen. Sie ist gelernte Arzthelferin, die im Vellberger Pavillon und in der kinderärztlichen Notaufnahme des Diakonie-Klinikums arbeitet.

Gute Nachbarschaft

Schmeckenbecher ist froh, dass ihr aus Obersontheim stammender Mann sich in Großaltdorf und im SVG genauso wohl fühlt wie sie. „Man kennt sich hier, mit der Nachbarschaft läuft es gut, die Gemeinschaft zwischen den Vereinen – das funktioniert einfach gut“, erzählt sie. Am Großaltdorfer Vereinsgelände klappe es mit den Absprachen zwischen dem SVG, dem Schützenverein und dem Hundesportverein.

Beim 50-jährigen SVG-Jubiläum bewirteten die Landfrauen, und im Gegenzug habe der SVG bei deren 70-Jahre-Jubiläum die Bewirtschaftung übernommen. „Es ist ein Geben und Nehmen, das ist das Schöne.“

Vom Wohnzimmer ihres Hauses hat Melanie Schmeckenbecher einen weiten Blick über Felder und Wiesen. „Ich bin kein Stadtmensch, hier können sich die Kinder frei bewegen, und ich bin gleich draußen in der Natur.“

Darüber freut sich auch Sammy, ihr junger, noch stürmischer Labrador-Rüde, der Melanie Schmeckenbecher  zusätzlich auf Trab hält.

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