"Ich bin offen für Bürgerideen"

Seine Hauptaufgabe: das Klimaschutzkonzept der Stadt umsetzen. Stefano Rossi möchte dabei ein Netzwerk knüpfen und auch Ansprechpartner für die Bürger sein. Gute Ideen für Klimaschutz sind willkommen.

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Der neue Klimaschutzmanager Stefano Rossi (rechts) blättert im Klimaschutzkonzept. Mit dabei: Thorsten Hauck (links) und Heiner Schwarz-Leuser.  Foto: 

Sein Büro hat der der 27-Jährige ganz oben im Rathaus, neben Heiner Schwarz-Leuser. Mit dem städtischen Energiebeauftragten arbeitet der gebürtige Italiener eng zusammen. "Die beiden werden sich auch vertreten", sagt Thorsten Hauck, Leiter der zentralen Steuerung. Rossi und Schwarz-Leuser sind Ansprechpartner der Stadt, wenn es um Energie und Klimaschutz geht. Sie entwickeln ein Netzwerk wichtiger Akteure und kümmern sich bei diesen Themen um die Anliegen der Bürger.

Rossi stammt aus Desio, einer Gemeinde mit rund 41500 Einwohnern in der Nähe von Mailand. Nach dem Abitur kam er als 19-Jähriger nach Deutschland, hat Humangeografie in Münster studiert. Schwerpunkt seiner wissenschaftlichen Arbeit: Stadtplanung aus demografischer und klimatischer Perspektive. Seit Januar wohnt er in Hall, seine Stelle als Klimaschutzmanager ist zunächst auf drei Jahre befristet. Gesamtkosten: 193000 Euro. 125000 Euro davon fließen als Fördermittel vom Bund. Um Klimaschutzziele zu erreichen, Fördermittel für einen Klimaschutzmanager zu erhalten, hat der Gemeinderat im April 2012 die Klimaschutz- und Energieagentur Baden Württemberg mit einem integrierten Klimaschutzkonzept beauftragt. Mittlerweile liegt es vor. "Ein wesentliches Ziel meiner Arbeit besteht darin, dieses Klimaschutzkonzept umzusetzen", macht Rossi deutlich. 75 Einzelaufgaben stecken darin. Rossi will die Kommunikation mit der Bevölkerung stärken, eine Plattform bilden, Aktionswochen starten, Projekte bündeln, aufklären, das Bewusstsein für die lokalen Möglichkeiten zum Klimaschutz schärfen. Es werde eine Beratungsstelle bei der Stadt geben, um Ideen der Bürger zum Thema Klimaschutz aufzunehmen. "Ich bin offen für Bürgerideen", sagt er.

Weiteres Ziel: die Bildung einer Dachmarke mit hohem Wiedererkennungswert. Sein Vorbild lautet dabei "Tübingen macht blau", das Motto der Klimaschutzkampagne in Tübingen. 2015 möchte Rossi zudem einen Mobilitätskompass herausbringen - alle Verkehrsmittel sollen verknüpft und für die Bürger in einer Broschüre dargestellt werden. Rossi geht mit gutem Beispiel voran. Er brauche sein Auto auf dem Weg zur Arbeit nicht, lasse es auch ansonsten stehen, wenn er sich in der Stadt bewege.

Aus dem Klimaschutzkonzept der Stadt Schwäbisch Hall

Fernwärmenetz Der Anteil der Fernwärme am gesamten Wärmeverbrauch liegt in Hall bei 20 Prozent. Die Stadtwerke wollen den Ausbau des Wärmenetzes weiter vorantreiben.

Erneuerbare Energien Beim Ausbau der Fernwärmenetze soll ein steigender Anteil der Wärme durch erneuerbare Energien erzeugt werden, wobei bevorzugt Kraft-Wärme-Kopplung genutzt werden solle.

Mobilitätskompass Entwicklung einer attraktiven und funktionsfähigen Verkehrs-Infrastruktur mit Fuß-, Radwegen und Busverbindungen. Information der Bürger durch einen Mobiliätskompass, um über großes Angebot von Verkehrsarten zu informieren.

Klimasparbuch Als nützlicher Ratgeber und Gutscheinbuch soll es Lust aufs Thema Klimaschutz machen, Anreize liefern.

CUS

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