„Hall ist der Star unter unseren Goethe-Instituten“

Hans Werner Schmidt wurde am Mittwochabend feierlich in den Ruhestand verabschiedet. Er fährt nun erstmal mit seiner Frau Jale in den Sommerurlaub nach Izmir.

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„Ihr Engagement steckt an“, sagt Kay Hug in seinen Grußworten in Richtung Hans Werner Schmidt und ist beim Blick auf Umfrage-Ergebnisse begeistert. 96,5 Prozent der Kurs­teilnehmer empfehlen das Goethe-Institut in Schwäbisch Hall weiter – eine hohe Auszeichnung für den Leiter, die Mitarbeiter, den Freundeskreis des Goethe-Instituts und die Bürger in Schwäbisch Hall, so der stellvertretende Regionalleiter der Goethe-Institute in Deutschland. „Hall ist der Star unter unseren Goethe-Instituten“, freut sich Hug, der mit Blick auf die vielen beruflichen Stationen in Europa Wechsel und Wandel als bestimmendes Thema im Leben von Hans Werner Schmidt erkannt hat.

Für Halls Oberbürgermeister Hermann-Josef Pelgrim ist er ein Wandler zwischen den Welten, der für die deutsch-türkische Freundschaft in schwierigen Zeiten ein Zeichen setze. Der 63-Jährige will künftig sein Leben zur einen Hälfte in der Heimat seiner Frau Jale in Izmir und zur anderen in seiner deutschen Heimat Schwäbisch Hall verbringen. Das Goethe-Institut sei gut für die Stadt, wie die Stadt gut für das Goethe-Institut sei, so der OB. Er lobt die ökonomische wie kulturelle Vielfalt in der Stadt, in der 125 verschiedene Nationen gemeinsam leben. Das sieht Walter Döring ähnlich und nennt Schmidt einen wunderbaren Botschafter in der Türkei. Es sei wichtig, dass die Türkei und Deutschland miteinander im Gespräch bleiben. Der Vorsitzende des Freundeskreises freut sich über die Mitgliedschaft von Schmidt und auf einen Willkommensabend mit dem Ruheständler und seiner Frau, wenn sie in fünf Monaten wieder in Hall sind.

Hans Werner Schmidt begrüßt zum letzten Mal die Gäste in der Hospitalkirche und findet mit Blick auf das viele Lob, die Wertschätzung, die guten Umfrageergebnisse: „Ich habe meine Sache wohl ganz gut gemacht“. Die Mitarbeiter hätten seine Schwächen – unordentlich, nicht selten zu spontan in Entscheidungen – mit Diskretion behandelt und sehr engagiert und kompetent kompensiert. „Mit euch und Ihnen ist es nicht schwer, das Institut zu leiten“, gibt er Wertschätzung an seine Mitarbeiter weiter.

Schmidt will nun erstmal im Sommerurlaub in Izmir sondieren, was er künftig macht. Der 63-Jährige hat aber vor, im Herbst vor allem zum Singen nach Schwäbisch Hall zurückzukommen – und lässt es sich bei seiner Abschiedsfeier nicht nehmen, gemeinsam mit den Achtlosen auf der Bühne zu erscheinen. Er singt mit beim kurzen „Mutmacherlied“ in Richtung Nachfolgerin Sabine Haupt: „Für Frauen ist das doch kein Problem.“

Abschied und Begrüßung: Die Nachfolgerin von Hans Werner Schmidt heißt Sabine Haupt. Die verheiratete 54-Jährige hat bereits eine Wohnung in Schwäbisch Hall und beginnt am 1. Juni als Leiterin des Goethe-Instituts. Die Islamwissenschaftlerin ist in Detmold/Lippe geboren. Sie war bis zum Ausbruch des Bürgerkriegs am Goethe-Institut in Syrien und danach sechs Jahre in Beirut mit den Arbeitsschwerpunkten Bildungspolitik und Wiederaufbau einer institutseigenen Sprachabteilung. „Als die Personalabteilung in Beirut anrief und nachgefragte, ob ich mir Schwäbisch Hall vorstellen könnten, habe ich direkt Ja gesagt“, macht Haupt bei der Feier deutlich, dass sie sich in Hall wohlfühlen werde. Das Wort Hohenlohe habe einen guten Klang, sei geheimnisvoll, die Landschaft wunderschön. Sie erwähnt vor allem den Kaffee- und Kuchenkreis des Freundeskreises, der derart gut ankomme, dass sogar ein ehemaliger Haller Student in Beirut davon schwärmte. Stellvertretende Institutsleiterin Regina Baumann und Lehrkraft Ellen Butler moderieren durch den Abend. Musikalisch unterhalten am Festabend: Günay Yetiz (Ankara, Flöte) und Kyoko Panter (Schwäbisch Hall, Piano) mit einer Ungarischen Phantasie, Klarinettist Hans Kumpf mit Improvisationen zu Orient und Okzident sowie das Musikrevuetheater die Achtlosen.

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