„Die Leute sollen nach Braunsbach kommen“

Bürgermeister Harsch wirbt für den Besuch mit der Aktion „Faszination Baustellen“.

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Bei Tiefbauarbeiten wird offen gelegt, wie die Versorgungsleitungen in den Boden kommen.  Foto: 

Vergangenen Sommer, als die Not in Braunsbach groß war, wurde darum gebeten, den Ort zu umfahren. Jetzt und in den kommenden Monaten des Wiederaufbaus ist die Situation anders. „Die Leute sollen nach Braunsbach kommen. Sie sind willkommen“, sagt Bürgermeister Frank Harsch. Er will die Baustellen nutzen, um Besucher in den Ort zu locken. Der Nutzen soll beiderseits sein: Einerseits sollen die Gäste Spannendes sehen können, andererseits sollen die örtliche Gastronomie und der Handel gestärkt werden.

Die Besucher können bei Spaziergängen durch den Ort zum einen die Schäden betrachten, die durch die Sturzflut vor einem Jahr verursacht wurden. Zum anderen können sie verfolgen, wie die Infrastruktur sukzessive wieder aufgebaut wird. Bei den Tiefbauarbeiten kann beobachtet werden, wie Wasser- und Abwasserkanäle verlegt werden und wie  Glasfaserkabel zu den Internetkunden kommt. An den Bächen können die Besucher sehen, wie Geröllfänge montiert werden, die Bäche abgesichert werden.  Wie Bürgermeister Harsch berichtet, sind zudem Baustellenführungen für Kindergarten, Schulen und Erwachsene geplant.

Aktuell werde an der Gestaltung des  Informationszentrums gearbeitet. In wenigen Wochen soll in dem Pavillon am Marktplatz nachzuvollziehen sein, was in der Nacht zum 30. Mai 2016 in Braunsbach geschah.

Mit der Aktion „Faszination Baustellen“ will Harsch dazu beitragen, das Image der Baustellen zu ändern: „Baustellen werden besonders in Deutschland als belastend empfunden.“ Der Fokus liege zu sehr auf den Folgen wie Lärm, Staub und Verkehrsbehinderungen.

Von faszinierenden Baustellen werde selten gesprochen, dabei  habe gerade Braunsbach mit der Kochertalbrücke äußerst positive Erfahrungen mit Großbaustellen gemacht.  Als zwischen 1975 und 1979 die Brücke gebaut wurde, kamen jedes Wochenende viele Besucher aus ganz Deutschland. 

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