„Der Zustand ist verbesserungswürdig“

Heike Wiechert-Seitz vom Fahrgastbeirat des Kreisverkehrs beurteilt den Stand des ÖPNV’s im Kreis.

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Heike Wiechert-Seitz.  Foto: 

Wie beurteilen Sie den Zustand des ÖPNVs im Landkreis Schwäbisch Hall?

HEIKE WIECHERT-SEITZ: Der Zustand ist verbesserungswürdig. Die Anbindungen am Abend sind unzureichend. Die Bushaltestellen sind in den Innenstädten mehr als schlecht, es fehlt an Regenschutz und Beleuchtung. Die Anbindungen sind oftmals nicht ersichtlich. Es gibt auch keine aktuellen Informationen Auch keine über Smartphones.Es gibt auch keinerlei Informationen über Ausfälle von Busverbindungen oder Verspätungen – wenn es zum Beispiel einen Unfall gegeben hat oder es zu Verzögerungen durch Baustellen kommt.

Was fehlt noch?

Es fehlen Anzeigetafeln, die Fahrradmitnahme ist auch nur begrenzt möglich. Man braucht bessere Einstiege für Menschen mit Behinderung oder mit Rollatoren sowie größer gedruckte Fahrpläne für ältere Fahrgäste oder Fahrgäste mit Gehbehinderung. Gut wären auch Ansagen in Bussen über Haltestellen für Fahrgäste, die wenig Erfahrung im ÖPNV haben. Schön wäre es auch, wenn die uralten Busse mit dem Schweiß von 30 Jahren aus dem Verkehr gezogen würden.

Sind Sie zufrieden mit der Taktung der Verbindungen?

Wie schon gesagt, ist die Taktung am Abend zumindest außerhalb der Stadtbuslinie in Schwäbisch Hall nicht ausreichend. Manche Veranstaltungen können ohne Auto nicht besucht werden. Ich kann in erster Linie den Haller Raum beurteilen, weil ich in Michelfeld lebe.

Was wünscht sich der Fahrgastbeirat von der Politik zur Verbesserung des Staus quo?

Mir fallen direkt die Bahnhöfe Hall und Hessental ein. Diese müssten behindertengerecht gestaltet werden. Wichtig sind saubere Toiletten. Gleiches gilt für Crailsheim: Um dort ein WC zu besuchen, muss man einen Schlüssel holen und zurückbringen. In der Zeit ist der Zug weg. Auch in den Zügen sind manchmal alle Toiletten defekt. Die Beschilderung vom Bahnhof Crailsheim zur Stadt ist auch nicht erkenntlich. Wir wünschen uns aber auch weniger Verkehrsbelastung in den Innenstädten und mehr Mobilität auch für ältere Mitbürger.

ÖPNV im Landkreis in zehn Jahren: Was ist Ihre Zukunftsvision?

Ich wünsche mir in zehn Jahren mehr Bushaltestellen, die angenommen werden – vielleicht auch als Treffpunkt. Nicht so, wie beispielsweise der zugige ZOB in Hall. Außerdem wünsche ich mir gute und einfache Buspläne, keine Änderungen in den Ferienzeiten und Busverbindungen auch am Wochenende und gerade an den Feiertagen. Toll wäre es natürlich auch, wenn man in den Bussen bis in zehn Jahren WLAN hätte.

Hier geht es zum Hauptartikel.

Seit 2004 gibt es beim Kreisverkehr den Fahrgastbeirat. „Darin vertreten sind 16 engagierte Fahrgäste aus dem Landkreis, die die Interessen aller ­ÖPNV-Nutzer im Verbund vertreten“, ist auf der Internetseite des Kreisverkehrs zu lesen. Der Beirat werde nach einer öffentlichen Ausschreibung jeweils für drei Jahre zusammengestellt. Er tritt bis zu sechs mal im Jahr zusammen. Am Freitag, 17. Februar, wird ein neuer Fahrgastbeirat sowie neue Sprecher gewählt.

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