Ehrenamtsbörse: „Da sind tolle Kontakte entstanden“

Die Mainhardter Taschengeld- und Ehrenamtsbörse wird zehn Jahre alt. Bei den Angeboten und Gesuchen geht es etwa ums Rasenmähen, Einkaufen und Gassigehen.

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Wer bei der Mainhardter Taschengeld- und Ehrenamtsbörse Hilfe sucht, muss eine Entschädigung von mindestens fünf Euro pro Stunde zahlen. Wer hilft, darf dies nur wenige Stunden tun. Diese Arbeit ist steuer- und sozialversicherungsfrei.  Foto: 

In der letzten Zeit haben wir die Taschengeld- und Ehrenamtsbörse etwas stiefmütterlich behandelt“, seufzt Doris Nothdurft vom Mainhardter Rathaus. Nun, im zehnten Jahr, wolle man das Angebot, bei dem die Gemeinde als Vermittlerin auftrete, wieder verstärkt ins Bewusstsein rufen.

Angeboten und gesucht werde beispielsweise Hilfe beim Rasenmähen, beim Heckenschneiden oder Unkraut jäten, bei Computerfragen, beim Einkaufen oder beim Ausführen von Hunden.

Zwei Helfer hätten auch Babysitten angegeben, bisher sei dieses Angebot aber nicht nachgefragt worden. „Vermutlich, weil gerade ältere Menschen oft Unterstützung suchen“, erklärt Noth­durft lächelnd. Aber mitmachen und suchen dürfe jeder aus der Gemeinde.

Sie unterstreicht: „Wir vermitteln keine billigen Arbeitskräfte, sondern nur Helfer für einfache Tätigkeiten ohne besondere Qualifikation.“ Jugendliche dürften mit dem schriftlichen Einverständnis ihrer Eltern gegen Taschengeld andere stundenweise unterstützen.

„Ich weiß von Fällen, in denen über Jahre hinweg regelmäßig der Hund ausgeführt wurde. Da sind tolle generationenübergreifende Kontakte entstanden“, erzählt die Verwaltungsmitarbeiterin.

Nothdurft betreute von Anfang an die Vermittlung im Mainhardter Rathaus mit. Die Taschengeldbörse entstand aus der Zukunftswerkstatt „Familien in Mainhardt 2020“ heraus, die es im Jahr 2007 gegeben hatte.

„Unser damaliger Jugendbeauftragter Jochen Mager hat sie ins Leben gerufen und intensiv betreut“, berichtet Nothdurft. Vor ein paar Jahren sei er ausgeschieden, das Amt wurde nicht neu besetzt.

Anfangs seien teils mehr als 40 Jugendliche einsatzbereit gewesen, um gegen die Ehrenamtsentschädigung in Höhe von fünf Euro zu helfen. Derzeit seien es deutlich weniger Personen auf der Liste. Da viele Anfragen auch für den Vormittag kamen, wurde das Angebot allgemein zur Taschengeld- und Ehrenamtsbörse erweitert.

Nach oben keine Altersgrenze

„Morgens sind die Jugendlichen in der Schule und können nicht“, erläutert sie. Auch Senioren oder Hausfrauen sollen als Helfer angesprochen werden. „Die haben einen Führerschein und könnten auch morgens mal einspringen“, erläutert Nothdurft die Idee dahinter. Nach oben hin gebe es keine Altersgrenze, solange man rüstig sei.

„Wir vermitteln nur Angebot und Nachfrage, oft wissen wir aber nicht, ob die Zusammenarbeit zustande kommt“, so Nothdurft. Grundlegend sei, dass die Helfer privat versichert seien. Dies müsse man auf dem Rücklaufzettel auch durch seine Unterschrift bestätigen.

Ebenso müsse man sich als Hilfesuchender verpflichten, mindestens fünf Euro Entschädigung pro Stunde zu zahlen. Die Tätigkeit dürfe nur wenige Stunden umfassen und sei dann steuer- sowie sozialversicherungsfrei.

Wer Interesse als Helfer oder Hilfesuchender habe, solle sich bei ihr im Rathaus melden, lädt Doris Nothdurft Interessierte ein, an dem Projekt teilzunehmen.

Info Wer Kontakt zu Doris Nothdurft aufnehmen möchte und sich über die Taschengeld- und Ehrenamtsbörse informieren will:  Die Mitarbeiterin der Verwaltung ist erreichbar unter der Telefonnummer 0 79 03/91 50 31. Ihre E-Mail-Adresse lautet: Nothdurft@Mainhardt.de

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