"Bin erschüttert über die Enge in dem Waggon"

Raus aus dem Klassenzimmer, hinein in die Vergangenheit: Junge Leute der Sibilla-Egen-Schule haben die KZ-Gedenkstätte in Hessental besucht.

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Weil auf dem Lehrplan die Einheit "Die Weimarer Republik und die nationalsozialistische Diktatur" stand, setzte Geschichtslehrer Slavko Lamp den Unterricht mit seinen Zehntklässlern auf dem Gelände des früheren Konzentrationslagers in Hessental fort. Die Schüler des sechsjährigen beruflichen Gymnasiums "Ernährung - Soziales - Gesundheit" hatten sich vor dem Besuch mit der heutigen Gedenkstätte beschäftigt. Zwei Schülerinnen stellten vor Ort in einem Kurzreferat den Lageplan vor. Von den ehemaligen Baracken zeugen heute nur noch die mit farbigem Schotter dargestellten Grundrisse. Als die Schüler die Barackengröße sahen, zeigte sich nicht nur Lian Kletschka erstaunt: "Ich habe nicht gewusst, wie wenig Platz die Häftlinge in den Baracken hatten." Auf dem kleinen Raum mussten 600 bis 800 Häftlinge schlafen.

Nach dem Referat führten Mitglieder der Initiative KZ-Gedenkstätte Hessental die Klasse über das Gelände und in die kleine Ausstellung in den Eisenbahnwaggon. "Ich war erschüttert über die Enge in dem Waggon" sagte Hannah Tänzer. "Wir waren 15 Personen bei der Führung, transportiert wurden in einem solchen Waggon aber 100 Häftlinge." Die Schüler wurden auch über die Herkunft der Häftlinge (fast ausschließlich polnische Juden) und ihre Arbeitsorte informiert. Fluchtversuche, erfuhren die jungen Leute, seien grausam bestraft worden.

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