65. Arbeitsjubiläum von Reinhold Würth - Über 1300 Gäste bei After-Work-Party

Eine unternehmerische Erfolgsgeschichte: Reinhold Würth hat am Dienstag mit seinen Mitarbeitern nach der Arbeit gefeiert. Der Grund: Sein Aufstieg zum Weltmarktführer begann vor 65 Jahren.

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"Die 65 Jahre sind schnell wie ein Hauch vergangen. Ich bin glücklich und dankbar für das, was ich in dieser Zeit erleben durfte", sagt Reinhold Würth bei der Feier im Verwaltungsgebäude seines Unternehmens in Gaisbach. Der 79-Jährige freut sich und zeigt sich gerührt, dass auch sein 70-jähriger Bruder Klaus-Frieder Würth und die übrige Familie nahezu komplett bei der Feier dabei seien. Reinhold Würth hat mit seiner Frau Carmen drei erwachsene Kinder, und es gibt fünf Enkelkinder.

Die Würth-Gruppe werde ein Familienunternehmen bleiben, das er in den nächsten Wochen und Monaten "nicht allein lassen" werde, so es gewünscht sei. Viereinhalb Monate im Jahr sei er eh nicht da, reise um die Welt, lerne viele spannende Winkel kennen. Am Wochenende wird er in Namibia und erstmals in Botswana sein. Er habe sein Leben diesem Unternehmen gewidmet. Entscheidend für den Erfolg seien Mitarbeiter, die mit Empathie, Enthusiasmus, Siegeswille und "emotionaler Freude" arbeiten, um für die Kunden da zu sein. "Wir sind die Angestellten unserer Kunden. Wären die Aufträge weg, könnten wir nach Hause gehen." Reinhold Würth hat zudem Trost für seine Mitarbeiter mit Blick auf die Weiterentwicklung des Unternehmens in die Welt des E-Commerce. Wettbewerber wie Amazon bräuchten deutschlandweit immer noch einen Tag, um Aufträge direkt an die Baustelle zu liefern - Würth schaffe das in zwei Stunden.

Daten und Fakten zum Unternehmen liefert Michael Rogowski in seiner Ansprache. Das Ehrenmitglied des Beirats der Würth-Gruppe erinnert daran, dass Reinhold Würths Vater Adolf Würth 1945 eine Großhandelsfirma für Schrauben in Künzelsau gründet. 1954 stirbt der Firmengründer im Alter von 45 Jahren an den Folgen eines Herzinfarkts. Sohn Reinhold übernimmt als 19-Jähriger die Geschäftsleitung. Der Jahresumsatz des Zweimannbetriebs beträgt damals umgerechnet 80.000 Euro. Er entwickelt das Unternehmen zum Weltmarktführer im Vertrieb von Montage- und Befestigungsmaterial. "Ich bin überzeugt, dass in diesem Jahr zehn Milliarden Euro Umsatz erreicht werden", sagt Rogowski.

Das Unternehmen hat weltweit mittlerweile rund 65.000 Mitarbeiter. Motor des Erfolgs: Direktvertrieb, 30000 Außendienstmitarbeiter sind weltweit im Einsatz, erreichen täglich 300.000 Kunden. 1994 zieht sich Reinhold Würth aus der operativen Geschäftsführung zurück, übernimmt den Beiratsvorsitz der Würth-Gruppe. Am 1. März 2006 folgt ihm Tochter Bettina Würth in diesem Amt. Reinhold Würth fungiert weiter als Vorsitzender des Stiftungsaufsichtsrats der Würth-Gruppe. "Ein einzigartiger Fall" ist Würth für Harald Unkelbach. Der Präsident der IHK Heilbronn-Franken überreicht ihm eine Urkunde für ein "noch nie vorher dagewesenes Arbeitsjubiläum" und lobt dessen Einsatz für die Region Heilbronn-Franken. "Sie lassen die Leute schaffen", nennt Regierungspräsident Johannes Schmalzl einen Erfolgsfaktor und zitiert zudem Aristoteles: "Freude an der Arbeit lässt ein Werk trefflich geraten." Bettina Würth, Robert Friedmann, Norbert Heckmann und Andreas Lang bringen mit einer anonymen Bewerbung persönliche Eigenschaften Würths rüber wie Fleiß, Perfektion, Neugier, Geradlinigkeit und "Teamgeist, solange ich Kapitän bin", schreibt der "Bewerber" Würth. Musikalische Abwechslung bieten Darius Hummel am Saxophon und der Würth Chor. Die kommen vielleicht bald wieder zum Einsatz, denn die nächste große Feier steigt wohl am oder um den 20. April 2015, wenn Reinhold Würth 80 Jahre alt wird.

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