43. Dreschschuppenfest: Wettmelken und Mausefallenangeln

Der Männergesangverein Liederkranz Tüngental veranstaltet sein 43. Dreschschuppenfest. Rekordverdächtig war der Besuch an allen drei Tagen. Zur Bierprobe am Freitag kamen mehr als 600 Besucher.

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  • Kinder und Erwachsene an einer Spielstation. Es wurde auch Mausefallenangeln angeboten: Marco Pionati gewann, Emma Lang wurde Zweite. 1/2
    Kinder und Erwachsene an einer Spielstation. Es wurde auch Mausefallenangeln angeboten: Marco Pionati gewann, Emma Lang wurde Zweite. Foto: 
  • Besucher am Melksimulator. Ronny Göbel belegte dort den ersten Platz. 2/2
    Besucher am Melksimulator. Ronny Göbel belegte dort den ersten Platz. Foto: 
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Der Dreschschuppen liegt umgeben von Stoppelfeldern. Wurde der Platz früher noch zum Dreschen benutzt, ist er heute authentischer Ort für das Tüngentaler Dreschschuppenfest. Die ersten Besucher am Samstag waren die Radler des SV Tüngental. Mindestens einmal pro Woche gehen sie auf Tour. Die Ausfahrt am Samstag hatten sie geschickt gewählt. Nach 60 Kilometern endete ihr Ausflug am Dreschschuppen. Selbstverständlich floss da das Radler in Strömen, um die erhitzten Körper wieder abzukühlen.

Kreatvie Ideen bei der kleinen Olympiade

Traditionell unterstützt der Dorfgemeinschaftsverein Tüngental das Dreschschuppenfest. Auch bei der Durchführung der kleinen Olympiade sind sie mit ihren kreativen Ideen und ihrem Organisationstalent gefragt. Für die Erwachsenen gab es ein Wettmelken - natürlich nicht mit echten Kühen, sondern am Melksimulator. Lebende Kühe hätten sich wohl nicht so klaglos in ihr Schicksal gefügt. Gemessen wurde, wie viel Wasser in einer Minute aus den Gummieutern des Simulators gemolken werden konnte. Anita Häußermann war mutig, sie eröffnete den Wettkampf.

Für die Jugendlichen war Mausefallenangeln vorgesehen. Es kam bei diesem Wettbewerb darauf an, möglichst viele gespannte Mausefallen in vorgegebener Zeit zum Auslösen zu bringen. Für die Kinder gab es das Schnurkegeln.

Die Preise, die zu gewinnen waren, standen nicht unbedingt im Mittelpunkt. Bei den Erwachsenen gewannen die ersten Acht je ein Fässchen Bier. Die Angler erhielten einen Essens- und Getränkegutschein. Der Antrieb zum Mitmachen war der Ehrgeiz, es auch einmal probieren zu wollen.

Manfred Ruchozki, Vorstand des Männergesangvereins, war am Samstag vom Festverlauf beeindruckt. Dass sich die Dorfgemeinschaft Tüngental beim Fest jedes Jahr mit einbringt, gefällt ihm besonders. "Wir halten in Tüngental zusammen", sagt er stolz. Michael Wurst, der Vorsitzende der Dorfgemeinschaft, sieht das genauso. Er ist bei den Spielen anzutreffen und hilft am Sonntag auch im Festzelt.

Musik gehört zu solch einem Fest dazu. Zur Bierprobe am Freitagabend spielte Jürgen Kalnbach auf, am Samstag spielte Klaus Baumann zur Unterhaltung und zum Tanz. Klaus Baumann drehte ab Mitternacht so richtig auf. Da wollte niemand nach Hause gehen.

Am Sonntag - mit Kirche im Grünen, Posaunenchor, Luftballonstart und großem Essens- und Kuchenangebot - kamen Familien auf ihre Kosten. Der Vergnügungspark auf dem Gelände mit Schiffschaukel und Karussell war für die Kinder ein Höhepunkt.

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