35 Millionen Euro für Kreisstraßen

Die Liste umfasst 34 Straßen und die Brücke Wilhelmsglück. Sie soll in den nächsten sieben Jahren abgearbeitet werden Kosten: rund 35 Millionen Euro.

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Anfang April haben sich Mitglieder des Technik- und Um- weltausschusses selbst vor Ort ein Bild vom Zustand der Kreisstraßen gemacht. Nun liegt das Gesamtpaket vor. Die Liste mit 34 Maßnahmen wurde um die Kreisstraße zwischen Hirschfelden und Uttenhofen ergänzt, weil darin die aus Sicherheitsgründen gesperrte Brücke bei Wilhelmsglück liegt. Über die einspurige Brückenerneuerung soll dann in der Fortschreibung des Kreisstraßenbauprogramms entschieden werden.

Kreisstraße von Großaltdorf nach Ilshofen auf Platz eins

Auf Platz eins der Liste steht die Kreisstraße von Großaltdorf nach Ilshofen mit geschätzten Kosten in Höhe von rund 3,5 Millionen Euro. Dahinter kommt die Kreisstraße von Lohr nach Schüttberg mit Gesamkosten von rund 750.000 Euro. Auf Rang drei platziert die Strecke von Wildenstein nach Neustädtlein mit geschätzten Kosten in Höhe von 1,8 Millionen Euro. Alle drei Straßen fallen in die Kategorie Vollausbau.

„Es ist ein ehrgeiziges Programm. Wir stimmen dem Programm zu. Die Brücke Wilhelmsglück soll in den Haushalt 2017“, sagt Ute Zoll (CDU). Klaus-Dieter Schumm (Freie) sieht das ähnlich, hält das Programm für schlüssig, die objektiven Messkriterien für plausibel und sieht es als realistisch an, dass in den nächsten sieben Jahren jeweils fünf Millionen Euro dafür verwendet werden können. Er rät davon ab, wieder über einzelne Straßen zu diskutieren.

Mit Blick auf die Finanzierung unterstellt die Kreisverwaltung eine ähnliche Haushaltslage wie in den vergangenen vier Jahren. Es standen Haushaltsmittel in Höhe von rund fünf Millionen Euro für Ausbau und Umbau- sowie Deckenverstärkungsmaßnahmen zur Verfügung. Dann könnte die Liste in den nächsten sieben Jahren realisiert werden. Das setze aber unter anderem voraus, dass die personellen Ressourcen auch komplett dafür genutzt werden, und dass künftig wieder mehr Vollausbaumaßnahmen vom Land gefördert werden.

Als objektive Messkriterien wurden der Straßenzustand, die Verkehrsbelastung und die Netzfunktion (unter anderem ÖPNV, Verkehrsbedeutung) als Hauptfaktoren gewertet, wird in der Vorlage deutlich. Demnach wurde über das gesamte Kreisstraßennetz für jede Kreisstraße eine Zustandsnote ermittelt. Ab einer Zustandsnote von 3,5 gilt eine Straße als schlecht, ab 4,5 als sehr schlecht.

Friedrich Zahn (ÖDP) macht auf ein Problem aufmerksam. Schwerlastverkehr nutze auch Kreisstraßen als Schleichstraßen. „Wir sollten diese Straßen beschränken, sonst kommen wir mit Sanierungen nicht mehr hinterher“, sagt der Kreisrat. Selbst auf Landesstraßen gebe es 7,5-Tonnen-Beschränkungen. „Jede einzelne Straße auf der Liste wird nochmal im Detail angeschaut“, macht Kreiskämmerer Werner Schmidt dazu deutlich.
 

Unwetter verursacht Schäden an Straßen

Kreisstraßen Das Unwetter hat Straßen beschädigt. Im Bereich der Kreisstraßen rechnet die Verwaltung mit Schäden in Höhe von insgesamt rund 500.000 Euro. Die größten Schäden sind an der Ortsdurchfahrt Steinkirchen beziehungsweise der Kreisstraße von Jungholzhausen in Richtung Steinkirchen zu verzeichnen. Die Sanierung muss in Abstimmung mit der Sanierung der Landesstraße von Braunsbach nach Orlach erfolgen, da die Strecken gegenseitig als Umleitungsstrecke benötigt werden.

Landesstraßen Der vorläufige Schaden an Landesstraßen im Landkreis wird mit rund sechs Millionen Euro angegeben. Verantwortliche politische Vertreter des Landes haben bei ihren Vor-Ort- Besuchen versprochen, die Straßen und Brücken so schnell wie möglich wieder zu reparieren. Verkehrsminister Winfried Hermann bestätigte, dass es sich bei Braunsbach um einen Sonderfall handele.

Geröll Neben Schäden an Straßen, Brücken, Schutzplanken, Durchlässen und dergleichen sind auch Kosten zur Beseitigung von Schutt und Geröll im Bereich der Landes- und Kreisstraßen entstanden. Baufirmen mussten beispielsweise hinzugezogen werden, um den Straßenmeistereien zu helfen. Die Kosten im Bereich der Landesstraßen außerhalb von Braunsbach, Steinkirchen und Bächlingen belaufen sich auf rund 90.000 Euro, an Kreisstraßen auf rund 80.000 Euro. Für den Aufwand an den Landesstraßen soll eine Sonderabrechnung mit dem Land erreicht werden. cus

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