25 Wohnungen sollen in Steinbach auf ehemaligem Holz-Bühler-Gelände entstehen

Vor bald zehn Jahren wurde das Sägewerk an der Großcomburger Straße unterhalb der Comburg abgerissen. Jetzt will die Firma Röwisch mehrere Häuser auf der Brachfläche errichten und Wohnraum verkaufen.

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  • Unansehlicher Schuttberg unter dem schmuddeligen Herbsthimmel, der nicht als Postkartenmotiv dienen kann. 1/2
    Unansehlicher Schuttberg unter dem schmuddeligen Herbsthimmel, der nicht als Postkartenmotiv dienen kann. Foto: 
  • Postkartenidylle von "Schloss Comburg" mit dem Gelände der Sägerei rechts im Vordergrund. Aufgenommen vor mehr als 70 Jahren. 2/2
    Postkartenidylle von "Schloss Comburg" mit dem Gelände der Sägerei rechts im Vordergrund. Aufgenommen vor mehr als 70 Jahren. Foto: 
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"Erst seit wenigen Wochen gehört das Grundstück uns", berichtet Timo Rößler von der Firma Röwisch. Das bald 40 Jahre alte Familienunternehmen sei nicht dafür verantwortlich, dass mitten in Steinbach jahrelang eine unansehnliche Fläche für Ärger sorgte. In der Öffentlichkeit war lange Zeit gar nicht klar, wer das Grundstück der ehemaligen Sägerei Bühler gekauft hatte und die drei Gebäude abreißen ließ. Röwisch hat nach längeren Recherchen den Eigentümer ausfindig gemacht.

Ein Investor aus Heilbronn wollte dort Häuser bauen lassen, teils um Wohnungen zu verkaufen und teils um Familienangehörige einziehen zu lassen.

"Er wollte es aber doch nicht durchführen", sagt Timo Rößler. Im Frühjahr kam das Grundstück auf den Markt. Röwisch habe genau geprüft, ob ein Bauwerk so dicht an der Durchfahrtsstraße sinnvoll sei. Das Ergebnis fiel positiv aus.

Die Nachfrage nach Wohnraum in Hall sei groß. Ähnlich wie bei der Mittelhöhe 8 könne man intelligente Lärmschutzlösungen finden, die sowohl optisch die Qualität des Wohnens nicht beeinträchtigen, als auch in der Realität den Schall fernhalten.

"Wir planen 25 Wohnungen verteilt auf mehrere Häuser", sagt Rößler. Über die Wintermonate werde sich zwar nichts verändern. Im nächsten Jahr werde auf der Brachfläche - nachdem zehn Jahre nichts passiert sei - gebaut.

Wo einst eine Sägerei samt Holzlager und Bürogebäude stand und in den 80er-Jahren für Ärger bei den Anwohnern wegen Holzstaub sorgte, wohnen bald viele Menschen. Nachdem das Sägewerk abgerissen wurde, wanderten die Bauakten ins Stadtarchiv. Dort ist die älteste Kladde auf den 5. April 1884 datiert. Ein Johann Merkle beantragt, eine Bretterremise mit Pferdestall zu bauen. Möglicherweise stand aber schon vorher ein Gebäude auf dem Grundstück.

Im Jahr 1891 kommt ein Schuppen hinzu, in dem eine Futterschneidemaschine und eine Dreschmaschine untergebracht sind, die mit einem Riemen angetrieben werden. Das Gelände geht später in den Besitz von August Bühler über. Der Sägewerksbetreiber baut im Jahr 1930 in eines der Häuser, die dort in der Zwischenzeit stehen, zwei Wohnungen ein. Baukosten: "circa 7000 Mark". Heute wird in Euro bezahlt und die Baukosten haben sich erheblich gesteigert.

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